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09.03.2007

Miele nutzt bald nur noch Energiesparlampen

Der deutsche Hausgerätehersteller Miele wird bald im gesamten Unternehmen nur noch Energiesparlampen einsetzen. „Wir beginnen sofort und werden die Umstellung noch vor Australien durchgeführt haben“, erklärte Dr. Eduard Sailer. Der für Technik und Umweltschutz verantwortliche Geschäftsführer des Gütersloher Hausgeräteherstellers betonte, dass man die ökonomischen wie ökologischen Auswirkungen des Wechsels von konventioneller zu innovativer Technik nicht unterschätzen dürfe. „Energiesparlampen haben im Vergleich zum Energieverbrauch eine so wesentlich höhere Lichtausbeute, dass die Energiekosten um bis zu 80 Prozent gesenkt werden können“, sagte Sailer.

Miele habe sich deshalb schon vor langer Zeit bei Produktion und Produkten konsequent für einen Wechsel von konventioneller zu innovativer Technik entschieden. Aus den Miele-Werken sei die herkömmliche Glühbirne zur Beleuchtung fasst vollständig verbannt worden, auch in Miele-Geräten habe man in vielen Fällen Glühbirnen durch Energiesparleuchten und LED ersetzt. Als erster Hersteller weltweit hatte Miele 2005 in Kühl- und Gefrierkombinationen die Einlegeböden mit Leuchtdioden versehen und die einzigartige LED-Beleuchtung zum Patent angemeldet.

Energiesparende Leuchtstoffröhren sind bei Miele bei der Raumbeleuchtung schon lange Standard. Glühlampen werden nur noch dort eingesetzt, wo es unvermeidbar ist, etwa bei Spotbeleuchtungen. Bereits vor über zehn Jahren begann Miele damit, die konventionellen Leuchtstoffröhren gegen moderne Hochfrequenz-Systeme auszutauschen, die noch einmal 20 Prozent sparsamer sind. Heute beträgt der Anteil der Hochfrequenz-Leuchten mit elektronischem Vorschaltgerät bei Miele 70 Prozent.

Miele setzt die jeweils wirtschaftlichste Beleuchtung ein, angepasst an die Bedürfnisse der Räume und der Menschen, die darin arbeiten. Damit grundsätzlich Beleuchtung gespart wird, nutzt Miele bei Neubauten Tageslicht. Das größte Projekt war Ende der 1990er Jahre der Neubau der Montagehalle im Stammwerk Gütersloh. Hier wurde eine spezielle Dopplerverglasung mit Kapillarglas eingesetzt, so dass die Lichtverteilung in der 25.000 Quadratmeter  großen Halle deutlich verbessert, Licht und Wärme optimal genutzt werden können. Die Steuerung der Lampen-Beleuchtung erfolgt abhängig vom Tageslicht. Dafür gab es sogar einen Preis beim VEW-Wettbewerb „Strom & Innovation“.

Jüngstes Projekt war der Bau des neuen Elektronik-Entwicklungszentrums in Gütersloh. Auch hier wird soviel Tageslicht wie möglich genutzt. An den Arbeitsplätzen gibt es bewegungsabhängige Stehleuchten, die nur dann Licht geben, wenn sie wirklich benötigt werden. In Fluren und Treppenhäusern regeln Bewegungssensoren die Beleuchtung.

Spezialisten im Haus entscheiden bei Miele individuell, welche Beleuchtungsart die beste ist. Die zumeist eingesetzten Hochfrequenz-Leuchtsysteme halten mindestens 10.000 Stunden. Wo es Sinn macht, werden die erheblich teureren Long-Life-Leuchtmittel eingesetzt, etwa an schwer zugänglichen Stellen. So wurden über den riesigen Pressen in der Metallverarbeitung Induktionsleuchten eingebaut. Sie erreichen eine Lebensdauer von 60.000 Betriebsstunden.

Kontinuierlich wird die Beleuchtung überprüft, wo möglich, werden Dimmer eingesetzt oder die Anschlussleistung reduziert. Hinzu kommen Aufklärungsaktionen, Informationen im Intranet und zuletzt in Zusammenarbeit mit dem Betrieblichen Vorschlagswesen ein Energiesparwettbewerb als Maßnahmen für die Mitarbeiter. „Denn letztlich liegt es auch an jedem Einzelnen, ganz einfach das Licht auszuschalten, wenn er es nicht braucht“, weiß man bei Miele.
 
Quelle: UD

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