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17.10.2006

Apple weist Greenpeace-Vorwürfe zurück

"Das Rating von Greenpeace sowie die Kriterien, die dafür berücksichtigt wurden, können wir nicht nachvollziehen." Mit diesen Worten hat Apple-Europe-Sprecher Alan Hely die von Greenpeace gestartete Apple-Kampagne kritisiert. In dieser wird Apple vorgeworfen, weiterhin nicht auf den Einsatz giftiger Chemikalien in Computer und Laptops zu verzichten. Während Apple seinerseits auf die zahlreichen Umweltaktivitäten verweist, hat Greenpeace indes die Kritik bekräftigt und mit HP gleich noch einen weiteren Umweltsünder an den Pranger gestellt.

"Apple hat eine starke Umwelttradition und war industrieführend, was das Eindämmen und den Verzicht auf giftige Substanzen wie Quecksilber, Cadmium, sechswertige Chromverbindungen und eine Reihe von bromierten Flammschutzmitteln (BFR) betrifft", so Hely. Außerdem habe man CRT-Monitore, die Blei aufweisen, bereits komplett aus dem Produktportfolio gestrichen. Hely verwies zudem auf das Rankingsystem EPEAT der US-Umweltbehörde EPA, das hervorragende Umweltwerte für alle Desktop-PCs, Notebooks und Displays von Apple aufweise.

"Der Verzicht auf Quecksilber und Cadmium sind in der EU gesetzlich vorgeschrieben. Apple setzt hier gerade einmal die Anforderungen durch, die notwendig sind, um Produkte in Europa weiterhin zu verkaufen", zeigt sich Zeina Alhajj, Leiterin der Apple-Kampagne bei Greenpeace, unbeeindruckt. Apples weitere Vorgangsweise sei letztlich deren eigene Entscheidung. "Wir können die Industrie zu nichts zwingen. Natürlich ist es uns aber ein Anliegen, dass Apple und andere Hersteller mehr tun, als es die gesetzlichen Minimalanforderungen vorschreiben", so Alhajj im pressetext-Interview. Dem Ranking der US-Behörde wollte die Greenpeace-Sprecherin aufgrund der bekannt lockeren Umweltbestimmungen in den USA nicht allzu viel Bedeutung schenken.

Apple ist allerdings nicht das einzige Unternehmen, das derzeit besonders im Visier von Greenpeace steht. Eine vor kurzem durchgeführte Untersuchung von Notebooks fünf bekannter Hersteller hatte nämlich ergeben, dass der getestete HP-Notebook ebenfalls BFR-Rückstände aufwies - und das, obwohl das Unternehmen behauptet, diese bereits seit Jahren aus den Produkten verbannt zu haben. Greenpeace reagierte umgehend und stufte das Unternehmen in der Rangliste des "Leitfadens zur Grünen Elektronik" vom dritten auf den sechsten Platz zurück.
 
Quelle: pte

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