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21.04.2004

Ostwestfalen: Umweltinitiativen der Wirtschaft

Die Bedeutung des Agenda-21-Prozess wird von vielen erkannt. In vielen deutschen Gemeinden gibt es zahlreiche Initiativen und Aktionen, die sich mit Fragen der Nachhaltigkeit beschäftigen. In Ostwestfalen existiert ein Verbund von Umweltinitiativen der Wirtschaft, der weit über Grenzen Westfalens hinaus Reden von sich gemacht hat.

1990 schlossen sich zehn überwiegend mittelständische Unternehmen in Bielefeld zusammen. Kurz darauf entstanden auch in den Kreisen Gütersloh, Herford, Minden-Lübbecke, Paderborn und Höxter Umweltinitiativen, die heute rund 200 Betriebe umfassen mit mehr als 100.000 Beschäftigten. Neben kleineren und mittestständischen Firmen sitzen auch deutsche Großunternehmen wie Bertelsmann oder Miele mit im Boot.

Die Initiativen setzen sich besonders für den Einsatz umweltschonender Technologien ein und fördern den gesellschaftlichen Dialog über Umweltthemen. 1994 wurden ihr Engagement auf dem Gebiet der umweltorientierten Unternehmensführung mit dem Deutschen Umweltpreis belohnt. Mit Hilfe des Preisgeldes gründeten die Initiativen daraufhin die gemeinnützige „Umweltstiftung der ostwestfälischen Wirtschaft“, wodurch zahlreiche Projekte realisiert werden konnten. So unterstütze die Stiftung bislang den Aufbau Naturinformationszentren, Artenschutzmaßnahmen oder die Durchführung von verschiedenen Umweltwettbewerben in Ostwestfalen.

Mitglied des Verbundes ist auch die „Gütersloher Initiative der Wirtschaft“, die sich beispielsweise beim letztjährigen Kooperationsprojekt der Stadt Gütersloh beteiligte. Unter dem Titel „Ökoprofit-Umweltschutz mit Gewinn“ bewies das Projekt, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg keine Gegensätze sind sondern zusammenhängen. So entwickelte Ökoprofit praxisnahe Maßnahmen, um gleichzeitig die Umwelt zu entlasten und die Kosten in den Betrieben zu senken.

Durch spezielle Umweltprogramme sparten die Betriebe jährlich über 200 Tonnen Abfall, rund 2000 Kubikmeter Wasser und fast 6 Millionen Kilowattstunden Energie ein. Auch der Ausstoß des schädlichen Treibhausgas CO2 konnte um über 1400 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Dafür waren intensive Beratung in Umweltschutzauflagen und Investitionen von rund 1 Million Euro erforderlich.

Demgegenüber profitierten die Unternehmen von beachtlichen Einsparungen in Höhe von fast 500.000 Euro auf der Kostenseite.
Die restliche Differenz zur Investitionsumme lässt sich so durch weitere Einsparungen in den nächsten zwei Jahren ausgleichen.
Nach dieser Anlaufzeit werden sich die Umweltschutzmaßnhamen direkt positiv auf die Gewinnseite auswirken. Neben dem Umweltschutz und des wirtschaftlichen Erfolgs dient das innovative Projekt somit auch der positiven Imagewirkung für die Stadt Gütersloh.
 
Quelle: UD

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