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07.07.2003

Neue umweltfreundliche Barrierebeschichtungen für Verpackungspapiere

Nach zwanzig Monaten fokussierter Geschäftsvorbereitung in einem neu gegründeten Team bietet die BASF, Ludwigshafen, umweltfreundliche Barrierebeschichtungen für Papier-Verpackungen an, die eine vollständige Recyclierbarkeit sicherstellen.

Die Polymerdispersionen schützen die verpackte Ware vor Wasser, Feuchtigkeit, Ölen und Fetten. Mit dem neuen Konzept der BASF ist die Papierindustrie in der Lage, umweltfreundliche Papierverpackungen in einem wirtschaftlichen Produktionsprozess herzustellen. Einsparungspotenziale ergeben sich für den Papierhersteller, weil die Polymerdispersionen in die bestehenden Produktionsprozesse integriert werden können. Erste mit BASF Barrieredispersionen beschichtete Verpackungspapiere sind seit Beginn des Jahres durch den Papier- und Kartonhersteller Stora Enso im Markt verfügbar.

Vorausgegangen waren ein erfolgreiches Pilotprojekt und Betriebsversuche in Kooperation mit der Geschäftseinheit Flexible Packaging, die Teil der Speciality Paper Organisation von Stora Enso ist. Keith Damarell, Business

Development Manager von Stora Enso, weist auf die Verfahrensvorteile hin: "Weil die Produkte von BASF in unseren bestehenden Anlagen verarbeitet werden können, lassen sich die Barrieredispersionen direkt auf das Papier oder den Karton beschichten." Beim Einsatz von BASF Barrieredispersionen würden keine zusätzlichen Prozessschritte bei der Herstellung der Verpackungspapiere notwenig.

Verpackungen mit Barrierebeschichtungen, die bei wesentlich höheren Herstellgeschwindigkeiten produziert werden können als beispielsweise Verbundverpackungen, sind darüber hinaus vollständig recyclierbar.

Seit Juli 2001 hat die BASF zahlreiche New Business Development Einheiten in ihren Unternehmensbereichen etabliert. Diese Teams haben die Aufgabe, neue Geschäftsideen mit großem Innovationspotenzial zu fördern und gemeinsam mit den operativen Geschäftseinheiten und ihren Kunden in den Markt einzuführen. Dabei durchlaufen alle Projekte einen klar definierten Geschäftsentwicklungsprozess. "Die Barriere-Dispersionen sind ein gutes Beispiel dafür, wie eine Idee unter Nutzung dieses Prozesses schnell zum Geschäft entwickelt werden kann", erklärt Dr. Martin Brudermüller, Leiter des Unternehmensbereichs Veredlungspolymere. Dieser Erfolg bestätige das neue Konzept eines systematischen Innovationsmanagements der BASF.

Seit fast fünfzehn Jahren sucht die Industrie nach Alternativen zu den aufwändigen und komplexen Verbundverpackungen. Bisher schützten beispielsweise Wachsbeschichtungen, Aluminium- und Kunststoff-Folien die verpackte Ware vor äußeren Einflüssen. "Die mit BASF-Barriere-Dispersionen behandelten Papier- und Kartonverpackungen lassen sich vollständig wiederverwerten. Mit dieser Technologie engagieren wir uns in einem vielversprechenden Zukunftsmarkt", führt der Projektleiter bei BASF, Wolfgang Hormuth, dazu aus.

Dieses Projekt ergänzt die vielfältigen Aktivitäten der BASF für die Papierindustrie, für die das Unternehmen weltweit Chemikalien zur Herstellung und Veredlung von Papier und Karton entwickelt, produziert und vermarktet.

Acrylmonomere, Superabsorber und funktionale Polymere für die Hygiene-, Klebstoff-, Bau und Papierindustrie sind die Geschäftssegmente des BASF-Unternehmensbereichs Veredlungspolymere. Die Polymere basieren im wesentlichen auf Acrylsäure, Acrylester, Styrol und Butadien. Mit seinen wettbewerbsfähigen Standardprodukten und innovativen Spezialitäten hat der Unternehmensbereich im Jahr 2002 weltweit einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro erzielt.
 
Quelle: UD

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