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Miele: unterwegs zu einer nachhaltigeren Mobilität
Diese Werksfahrräder können die Mitarbeiter auf dem Gütersloher Betriebsgelände benutzen.

11.07.2017

Miele: unterwegs zu einer nachhaltigeren Mobilität

Wie kann man den Weg zur Arbeit nachhaltiger gestalten? Ist der Fuhrpark schadstoffarm? Sind Dienstreisen optimal organisiert? Antworten darauf hat das Projekt „Mobil.Pro.Fit.“ gesucht, bei dem Firmen im betrieblichen Mobilitätsmanagement fit gemacht werden. Auf Initiative des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) und dem Bundesumweltministerium (BMUB) beteiligte sich auch Miele an einem Modellprojekt in der Region.

Miele ist eine Weltmarke. In rund hundert Ländern der Welt werden täglich Miele-Geräte, Fertigungsmaterial und Ersatzteile bewegt, etwa 3.000 Servicetechniker sind rund um den Globus jeden Tag für Miele im Einsatz, und rund 19.400 Mitarbeiter fahren täglich zur Arbeit in den Werken. Alleine am Stammsitz in Gütersloh arbeiten über 6.000 Menschen, und die meisten von ihnen kommen mit dem Auto zur Arbeit. Das sind viele Kilometer und - nicht zu vergessen - ein hoher CO2-Ausstoß, die hier zusammenkommen.

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„Die Verkehrsmittel je nach Anlass intelligent zu kombinieren, anstatt sich immer hinters Steuer des eigenen Pkw zu setzen, bringt oft nicht nur mehr Flexibilität, sondern spart auch Kosten“, erläuterte BMUB-Staatssekretär Jochen Flasbarth zum Projektstart. Hierzu wurden die Betriebe knapp ein Jahr lang gecoacht. Die teilnehmenden Unternehmen erhielten zahlreiche Informationen, vier Workshops, drei individuelle Beratungstermine und eine anerkannte Zertifizierung zum betrieblichen Mobilitätsmanagement.

Mitarbeiterwünsche im Fokus

Wie verlief die Aktion bei Miele konkret und praktisch? Zunächst einmal wurden die Mitarbeiter über ihr derzeitiges Mobilitätsverhalten befragt: Ziel war es, nicht nur den Ist-Zustand zu ermitteln, sondern auch zu erfragen, ob und inwieweit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einer Änderung ihrer Gewohnheiten überhaupt bereit sind. Eine Wohnortanalyse ergänzte die Ergebnisse.

Die Auswertung und Umsetzung übernahm dann eine Miele-interne Steuerungsgruppe. Diese besteht aus Vertretern von Umweltreferat, Einkauf, Fuhrpark, Betriebsrat, Personalabteilung und Energiemanagement. Sie sorgt dafür, dass bei Miele bestehende Aktivitäten gebündelt und in ein Gesamtkonzept zur Mobilität eingebunden werden. Als Modellprojekt lief die Arbeit zunächst bis Ende 2016 und soll dann den Einstieg in ein langfristig ausgerichtetes Mobilitätsmanagement bilden. Ein Vorhaben, das auch von der Geschäftsleitung ausdrücklich unterstützt wird.

Miele-Team, das das Projekt Mobil.Pro.Fit. betreut hat.
Miele-Team, das das Projekt Mobil.Pro.Fit. betreut hat.

Inzwischen hat das Mobilitätsteam eine Reihe von Vorschlägen und Maßnahmen erarbeitet. Erste davon sind in der Prüfung. Dazu gehören ein am Werktor stationierter Abfahrtsmonitor mit den Fahrzeiten von Bus und Bahn und ein Werklageplan für Radfahrer mit eingezeichneten Stellplätzen, Umkleiden und Druckluftstationen. Weitere denkbare Maßnahmen sind die Einführung eines Dienst- oder Mietradmodells, ein CO2-Rechner für Dienstreisen, die Veranstaltung eines Aktivtages und eine Verbesserung der Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr. Letzteres zeigt aber auch die Grenzen des unternehmerischen Handelns: Wichtige Hebel wie eine verbesserte Anbindung der Werksstandorte an den öffentlichen Nahverkehr lassen sich nur gemeinsam mit den Städten oder Kreisen umsetzen.

Mobil.Pro.Fit. Modellregion

B.A.U.M. hat Anfang 2014 elf Modellregionen ausgewählt, in denen Mobil.Pro.Fit.-Projektrunden mit Betrieben und Einrichtungen durchgeführt werden sollten. Die Stadt Bielefeld und der Kreis Gütersloh wurden aufgrund der vorliegenden Erfahrungen im Mobilitätsbereich und wegen der vorhandenen Netzwerke als Modellregion ausgewählt. Zudem weisen die beiden Kommunen eine hohe wirtschaftliche Verflechtung und einen intensiven Pendleraustausch auf.

Neben dem Hausgerätehersteller Miele nahmen auch die FH Bielefeld, die Bauelementefirma Goldbeck aus Bielefeld sowie der Entsorger Reling aus Marienfeld teil. Die vier Betriebe entwickelten jeweils eigene Mobilitätskonzepte mit insgesamt 77 Einzelmaßnahmen. „Bei allen vier Unternehmen stand die Mitarbeitermobilität im Fokus. Beschäftigte zum Umstieg aufs Fahrrad zu bewegen, Videokonferenzen an Stelle von Dienstreisen einzuführen, Elektromobile anzuschaffen oder Mitfahrgemeinschaften zu organisieren, all das können Möglichkeiten sein, die Mobilität von Betrieben zu verbessern und gleichzeitig die Straßen zu entlasten, Lärm zu reduzieren und CO2-Ausstoß zu vermeiden“, erklärte Birgit Reher, Projektkoordinatorin vom Umweltamt der Stadt Bielefeld.

 
Quelle: UmweltDialog

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