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Mittwoch, 13.Dezember 2017
Das zahlt sich aus: Wettbewerbsvorteil Ressourceneffizienz  zoom

22.11.2017

Das zahlt sich aus: Wettbewerbsvorteil Ressourceneffizienz

Weniger ist mehr – das weiß man auch in vielen Unternehmen. Ein möglichst sparsamer Umgang mit Rohstoffen gilt in den meisten produzierenden Betrieben inzwischen als Muss. Effizientere Wirtschafts- und Produktionsweisen senken schließlich nicht nur die Kosten. Mehr Ressourceneffizienz verschafft Unternehmen auch eine bessere Ausgangsposition im schärfer werdenden Wettbewerb um natürliche Rohstoffe. Dessen Heftigkeit dürfte in den kommenden Jahren noch drastisch zunehmen. Warum, zeigt eine einzige Zahl.

Sie lautet 140.000.000.000 Tonnen und steht für die Menge Mineralien, Erze, fossile Brennstoffe und Biomasse, die es braucht, um die zur Jahrhundertmitte erwarteten zehn Milliarden Menschen auf dem heutigen Konsumniveau zu versorgen. „Die Nutzung natürlicher Ressourcen“, stellt das Umweltbundesamt (UBA) dazu in einer neuen Studie fest, „steigt seit Jahren kontinuierlich“. Schon in den vergangenen vier Dekaden sei der weltweite Verbrauch an Primärrohstoffen auf fast 85 Milliarden Tonnen gestiegen – eine Verdreifachung.

Die gute Nachricht: Eine Trendumkehr scheint denkbar, zumindest in Deutschland. Das UBA hält hierzulande eine Reduzierung der Inanspruchnahme von Rohstoffen bis zur Jahrhundertmitte um 60 Prozent für möglich. Schon die vollständige Erschließung heute bekannter Ressourceneffizienzpotenziale, so die Öko-Experten in ihrer im Oktober veröffentlichten Analyse, zöge eine „deutliche und beschleunigte Reduktion“ des Rohstoffbedarfs nach sich. Sinnvoll seien daneben ökonomische Anreize etwa zur Verlängerung der Lebensdauer von Produkten oder der stärkere Rückgriff auf recycelte Materialien.

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„20 Prozent Einsparungen möglich“

Mehr Ressourceneffizienz ist indes nicht nur aus Nachhaltigkeitsgründen nötig. Den meisten Unternehmen bietet der intelligente Umgang mit Materialien auch einen großen Hebel zur Kostensenkung, vor allem im verarbeitenden Gewerbe, wo die Materialkosten den größten Kostenblock bilden. „Etwa 20 Prozent der verbrauchten Rohstoffe könnten durch eine effizientere Wirtschafts- und Produktionsweise eingespart werden“, schätzt das nordrhein-westfälische Kompetenzzentrum für Ressourceneffizienz. Unternehmen, die das angesichts steigender Rohstoff- und Energiepreise außer Acht ließen, riskierten Wettbewerbsnachteile, so die Effizienz-Experten.

Und die Wettbewerbsvorteile? Die finden sich teils gut versteckt und in Produkten, die einem beim Thema Ressourceneffizienz nicht unbedingt als erstes in den Sinn kommen – zum Beispiel in Windeln der Marke Pampers. Hergestellt und entwickelt werden die in Deutschland vom Konsumgüterriesen Procter & Gamble (P&G), der in den vergangenen 25 Jahren viel Arbeit in Verbesserungen seines Verkaufsschlagers gesteckt hat. Mit Erfolg: Die benötigten Rohmaterialien sanken um 50 Prozent, das Verpackungsmaterial sogar um 70 Prozent. Der Lohn: sinkende Kosten zum einen. Eine Auszeichnung beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis zum anderen. 2016 heimste P&G dort den „Sonderpreis Ressourceneffizienz“ ein. 

Dokumentenmanagement - besonders Ressourcen schonendes Drucken und Kopieren
Dokumentenmanagement - besonders Ressourcen schonendes Drucken und Kopieren

Mehr Effizienz durch neues Produktdesign

Mehr Ressourceneffizienz lässt sich nicht nur durch schrittweise Verbesserungen, sondern auch durch ein grundsätzlich neu gedachtes Produktdesign schaffen. Ein Beispiel dafür ist die ECOSYS-Technologie von KYOCERA Document Solutions, einem weltweit führenden Anbieter von Lösungen im Dokumentenmanagement. Die hundertprozentige Tochter des japanischen Mischkonzerns KYOCERA Corp. ermöglicht mit der von ihr entwickelten Technologie besonders Ressourcen schonendes Drucken und Kopieren. Unternehmensangaben zufolge lassen sich die Druckkosten damit gegenüber konventionellen Systemen um bis zu 50 Prozent senken, die Abfallmenge um bis zu 75 Prozent.

Möglich ist das, weil ECOSYS-Geräte auf besonders langlebige Komponenten setzen und als einziges Verbrauchsmaterial Toner benötigen. Anders als bei herkömmlichen „Cartridge-Systemen“ müssen dadurch Bildtrommel, Entwickler- und Fixiereinheit nicht bei jedem Tonerwechsel mit ausgetauscht werden. Sie können im Gerät verbleiben, sind dafür auf eine extrem hohe Lebensdauer von bis zu 500.000 Seiten ausgelegt. Das spart nicht nur Material und nimmt so Druck von natürlichen Ressourcen. Auch die nach Anschaffung anfallenden Folgekosten bleiben niedrig. Laut KYOCERA ist die 1992 eingeführte ECOSYS-Technologie bis heute einzigartig.

Lebenszyklusanalysen offenbaren Potenziale

Nach mehr Ressourceneffizienz trachtet KYOCERA Document Solutions über den gesamten Herstellungsprozess. Mit Hilfe von Lebenszyklusanalysen werden dazu die Umweltauswirkungen eines Produktes in den einzelnen Phasen seines Lebens systematisch analysiert, also vom Rohstoffeinsatz, über die Produktion, die Logistik, die Nutzungsphase bis hin zur Verwertung. Das hat unter anderem dazu geführt, dass das Unternehmen bei Verpackungen auf Styroporschäume verzichtet, zugunsten von Pappe oder Altpapier. Material, Design und Ökoverträglichkeit der Verpackungskomponenten zeichnete das japanische Institut für Verpackungsmaterialien bereits mehrfach mit seinem „Good Packaging“-Preis aus.

Produktion bei NORMA Group in Maintal

Den Blick aufs große Ganze in Sachen Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz hat sich auch die NORMA Group auf die Fahnen geschrieben, ein klassischer „Hidden Champion“ aus Deutschland, der sich als globaler Markt- und Technologieführer für komplexe Verbindungstechnik etablieren konnte. Das im hessischen Maintal beheimatete Unternehmen stellt unter anderem Kupplungen und Schellen her, die in Flugzeugen, Pkw und selbst Rennwagen Kraftstoffleitungen und andere Systeme sicher und zuverlässig verbinden. Flüssige oder gasförmige Stoffe lassen sich damit sicher und effizient transportieren, Umweltschäden durch austretende Gase oder Flüssiges vermeiden.

Mit Leichtbauweise zum „Outperformer“

Für mehr Ressourceneffizienz setzt die NORMA Group unter anderem auf Produkte in Leichtbauweise. Gerade das Gewicht, heißt es aus dem Unternehmen, spiele eine „immer größere Rolle für die Umweltverträglichkeit“. Je weniger ein Fahrzeug oder ein Flugzeug wiegt, desto weniger CO2 setzt es schließlich frei. Aus demselben Grund versuchen die NORMA-Ingenieure den für ihre Produkte benötigten Bauraum möglichst zu verringern. Nach dieser Maßgabe wurden beispielsweise neue Steckverbinder für Kühlwassersysteme entwickelt, die sich dank ihrer kompakten Maße auf engstem Raum verbauen lassen.

Daneben setzt die Unternehmensgruppe auf ein eingespieltes Recyclingsystem: In der Produktion anfallende metallische Abfälle werden nach Konzernangaben fast vollständig der Wiederverwertung zugeführt; Kunststoffabfälle soweit wie möglich. Außerdem werden sämtliche Produkte für den Motorenbau schon am Reißbrett dahingehend optimiert, dass sie einfach zu montieren und wiederzuverwerten sind. Dass die NORMA Group damit auf dem richtigen Weg ist, belegt ein aktuelles Nachhaltigkeitsranking des unabhängigen Dienstleisters Sustainalytics. In der Nachhaltigkeitsbewertung aus diesem Frühjahr erreichte die Gruppe Rang 18 von 145 bewerteten Firmen der Maschinenbaubranche weltweit und den Status „Outperformer“.

 
Quelle: UmweltDialog

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