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21.12.2017

CO2-Kompensation bei KYOCERA – gut fürs Klima und eine nachhaltige Entwicklung

Nicht alle Treibhausgasemissionen lassen sich vermeiden. Sie lassen sich aber zumindest kompensieren. Der Drucker- und Kopiererhersteller KYOCERA beispielsweise gleicht die unvermeidbaren CO2e-Emissionen seiner Geräte und Toner zugunsten eines Klimaschutzprojekts in Kenia aus. Dieses fördert die Verbreitung von effizienten Kochern. Dadurch werden jährlich rund 45.000 Tonnen CO2e eingespart. Gleichzeitig trägt das Projekt zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Region bei.

Lokal produzierte effiziente Upesi Öfen reduzieren den Holzverbrauch und tragen dazu bei, die einzigartige Vegetation und Biodiversität des Kakamega Regenwaldes zu bewahren. Holz wird in den traditionellen, offenen, sehr ineffizienten Drei-Steine-Feuerstellen zum Kochen benutzt – die Luft ist voller Russ.
Lokal produzierte effiziente Upesi Öfen reduzieren den Holzverbrauch und tragen dazu bei, die einzigartige Vegetation und Biodiversität des Kakamega Regenwaldes zu bewahren. Holz wird in den traditionellen, offenen, sehr ineffizienten Drei-Steine-Feuerstellen zum Kochen benutzt – die Luft ist voller Russ.

Jenevive hockt vor einer offenen Feuerstelle und stochert in den Glutresten. Sie legt ein paar Holzscheite nach, und beißender Qualm steigt an die rußgefärbte Decke ihrer Hütte. Wie so viele andere Frauen in den ländlichen Regionen Kenias auch, bereitet Jenevive das Essen für sich und ihre Familie auf dem traditionellen Drei-Steine-Herd zu. Einen Stromanschluss gibt es nicht. Beim Kochen am offenen Feuer entstehen nicht nur gesundheitsgefährdende Stoffe wie Feinstaub, der die Augen und Atemwege reizt und im Verdacht steht, Krebs auszulösen, sondern auch das klimaschädliche CO2. Der große Bedarf an Feuerholz lässt zudem das lokale Holzvorkommen schwinden, was Umwelt und Klima zusätzlich belastet. Hinzu kommt, dass der Waldverlust regionale Trockenheit und Dürre verstärken kann.

Hier setzt das Klimaschutzprojekt der Schweizer Non-Profit-Stiftung myclimate an. Ziel ist die Herstellung und Verbreitung neuer, besserer Öfen für die Haushalte im kenianischen Siaya-Gebiet. Die neuen Öfen benötigen bis zu 50 Prozent weniger Brennstoff. Das kommt der Landbevölkerung und der Umwelt gleichermaßen zugute: Zum einen verbessert sich durch die geringere Rauchentwicklung die Luftqualität im Inneren der Hütten. Das beugt potenziellen Krankheiten wie Asthma und Bronchitis vor. Zudem sparen die Menschen viel Zeit und Geld für die Beschaffung des Feuerholzes, für die sie in der Regel mehrere Stunden pro Woche aufwenden. Auch unter Umwelt- und Klimagesichtspunkten haben die neuen Kocher klare Vorteile. Sie tragen dazu bei, dass nicht mehr Holz verbrannt wird, als nachwachsen kann und dass die Wälder Kenias, deren Fläche in der Vergangenheit stark geschrumpft ist, für künftige Generationen erhalten bleiben.

Das wurde bisher erreicht (Stand 2016)

  • Es wurden 44.156 Kocher installiert.
  • Jeder Kochherd vermeidet 2,2 Tonnen CO2 und 1,4 Tonnen Feuerholz pro Jahr.
  •  Insgesamt wurden rund 143.000 Tonnen Holz gespart.
  • 228.000 Personen haben bessere Luftqualität und mehr Zeit.
  • 100 Prozent der Unterstützten stellen weniger Rauch fest, 97 Prozent haben weniger Augenirritationen, 92 Prozent haben weniger Atemprobleme, 90 Prozent haben weniger Reizhusten, 78 Prozent berichten über weniger Kopfschmerzen.
  • Über die Jahre hinweg wurden 168 Handwerker ausgebildet (48 Prozent Frauen).
  • Es wurden 166 permanente Arbeitsplätze durch die Installation der Öfen (60 Prozent Frauen) geschaffen.
  • Damit sich alle die neuen Öfen leisten können, entstand rund um das Projekt ein Finanzierungsmodell mit Spargemeinschaften, so genannte Community Savings and Loaning (CSL) Groups. Insgesamt wurden bereits über 1.500 Spargemeinschaften mit über 44.000 Mitgliedern kreiert (88 Prozent Frauen).
  • 100 Prozent der Kocher werden durch Spargemeinschaften finanziert.
  • 70 Euro und 260 Stunden (Fünf Stunden pro Woche) spart ein Haushalt pro Jahr durchschnittlich ein.

Quelle: http://www.myclimate.org/de/klimaschutzprojekte/projekt/kenya-effiziente-kocher-7137/ und https://www.printgreen.kyoceradocumentsolutions.de/

Was aber hat ein solches Klimaschutzprojekt in einem Entwicklungsland wie Kenia mit unternehmerischem Klimaschutz zu tun? Für das Klima spielt es keine Rolle, wo auf der Welt Treibhausgasemissionen entstehen bzw. eingespart werden – wichtig ist nur, dass sie insgesamt abnehmen. Folglich lassen sich CO2e-Emissionen, die an einem Ort in die Luft gelangen, an anderer Stelle ausgleichen. Das macht sich auch KYOCERA zunutze. Seit Mai 2013 sind alle KYOCERA Originaltoner klimaneutral gestellt. Das bedeutet, dass sämtliche unvermeidbaren CO2e-Emissionen, die durch Rohstoffgenerierung, Produktion, Transport, Nutzung und Verwertung der Toner entstehen, über die Finanzierung des Klimaschutzprojekts kompensiert werden. "Gemeinsam mit der Klimaschutzorganisation myclimate haben wir eine Lebenszyklusanalyse unserer Toner vorgenommen und geprüft, wie viel CO2 in den einzelnen Phasen anfallen. So haben wir einen klassischen CO2-Fußabdruck ermittelt", erklärt die CSR-Beauftragte von KYOCERA Document Solutions Deutschland, Daniela Matysiak, im UmweltDialog-Interview. Inzwischen lassen sich sämtliche KYOCERA Druck- und Multifunktionssysteme klimaneutral stellen. Kunden können sich das durch ein entsprechendes Zertifikat von myclimate bestätigen lassen.

Die Kompensation ist für KYOCERA dabei "nie der erste Schritt ohne zusätzliche Maßnahmen", wie es auf der Unternehmens-Webseite heißt. Um die Umweltauswirkungen seiner Produkte und Services so gering wie möglich zu halten, hat Kyocera unter anderem die ressourcenschonende Ecosys-Technologie entwickelt. Weitere Beispiele sind Maßnahmen zur Reduzierung des Papierverbrauchs durch den standardmäßigen Einbau einer Duplex-Einheit oder der Einsatz stromsparender LEDs für die Scannerbelichtung.

Das Engagement für Umwelt und Gesellschaft ist fest in der Firmenphilosophie von KYOCERA verankert. Daniela Matysiak erläutert: "Das Unternehmen KYOCERA wurde 1959 von Kazuo Inamori in Japan nach der Philosophie gegründet 'Respect the divine and love people' (Sinngemäß: Respektiere die Natur und liebe die Menschen). Schon unser Firmengründer wünschte sich also eine harmonische Koexistenz mit Natur und Gesellschaft. Das ist bis heute Grundlage für den gesamten Konzern in allen Industriesparten". Die Unterstützung des myclimate-Projekts in Kenia ist ein Beispiel dafür, wie dieser Grundgedanke ganz praktisch umgesetzt wird.

Der Beitrag zu den Sustainable Development Goals (SDGs)

Über Umwelt- und Klimaschutzaspekte hinaus fördert das myclimate-Projekt die nachhaltige Entwicklung in der Region,

  • indem es das Wohlergehen und die Gesundheit der Menschen in der Projektregion fördert (SDG 3). Konkret bedeutet das, dass durch das Projekt bereits 228.000 Menschen von besserer Luft in ihrem Zuhause profitieren.
  • Zudem stärkt das Projekt die Geschlechtergleichstellung und Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen (SDG 5), unter anderem durch die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.
  • Darüber hinaus verhilft es den Menschen in der Projektregion zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie (SDG 7).
  • Schließlich fördert das Projekt auch das SDG 15, sprich eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.

Quelle: http://www.myclimate.org/de/klimaschutzprojekte/projekt/kenya-effiziente-kocher-7137/

 
Quelle: UmweltDialog

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