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Unternehmen richten Klimaschutz-Appell an die Politik zoom

15.11.2017

Unternehmen richten Klimaschutz-Appell an die Politik

Während die Weltklimakonferenz COP23 in Bonn tagt, ruft eine breite Allianz von 52 großen und mittelständischen Unternehmen die Parteien in den Sondierungsgesprächen auf, den Klimaschutz zur zentralen Aufgabe der künftigen Bundesregierung zu machen. Unternehmen wie Nestlé, der Energiedienstleister ista oder die Unternehmensgruppe ALDI SÜD fordern in ihrem Appell dazu auf, Klimaschutz und Energiewende sowie die Umsetzung des Klimaschutzplans 2050 zum Modernisierungsprogramm für Deutschland zu machen.

Zeichner der Erklärung sind in Deutschland aktive Großunternehmen, größere Mittelständler und Verbände aus einer erheblichen Bandbreite von Branchen.

ALDI SÜD weitet Klimaengagement aus 

„ALDI SÜD engagiert sich bereits umfassend für den Klimaschutz und richtet sein gesamtes unternehmerisches Handeln darauf aus. Klimaschutz ist ein zentraler Bestandteil der Corporate Responsibility Grundsätze von ALDI SÜD. Die Unterzeichnung der Unternehmenserklärung ist für ALDI SÜD daher nur folgerichtig“, so Kirsten Geß, Leiterin Kommunikation bei ALDI SÜD.

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Ebenso stellt der Energiedienstleister ista konkrete klimapolitische Forderungen an die zukünftige Bundesregierung: „Die Jamaika-Koalition bringt alle Voraussetzungen mit, um die Weichen für eine erfolgreiche und wirtschaftliche Energiewende zu stellen. Im Vordergrund müssen das übergeordnete Ziel und der Wille, etwas zu bewegen, stehen. Das wird nur funktionieren, wenn jeder seine bisherigen Positionen verlässt und auf die Koalitionspartner zugeht“, sagt Thomas Zinnöcker, CEO von ista.

Ziele Pariser Klimaabkommen sollen erreicht werden

„Wir fordern von der künftigen Bundesregierung, dem Klimaschutz eine deutlich höhere Priorität zu geben. Es ist sehr wichtig, dass wir die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreichen. Dafür brauchen wir Unternehmen die entsprechenden Richtlinien. Alleine können wir den Klimawandel nicht aufhalten, aber viele zusammen können viel erreichen“, sagt Anke Stübing, Head of Corporate Social Responsibility und NCC bei Nestlé Deutschland.

„Eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz ist eine große Chance für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft“, hieß es in der Erklärung, die jetzt auch als Anzeige in einer überregionalen Tageszeitung erschien. „Die kommende Regierungskoalition sollte darum die Geschwindigkeit der Transformation hin zur treibhausgasneutralen Wirtschaft erhöhen und hierzu die enge Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Partnern suchen.“ Mit Hilfe kluger staatlicher Rahmensetzungen könne auch die im internationalen Wettbewerb stehende energieintensive Industrie ihre Transformation vorantreiben und dabei ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten.

Unternehmen mit mehr als 450.000 Beschäftigen in Deutschland

Zusammen bringen die Unternehmen mehr als 450.000 Beschäftige alleine in Deutschland und einen globalen Umsatz von über 350 Milliarden Euro (mehr als der deutsche Bundeshaushalt 2017) auf die Waage. Koordinatoren der Erklärung sind die Unternehmensverbände Stiftung 2° und B.A.U.M. sowie die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch.

Auch energieintensive Industrieunternehmen und Kohlekraftwerksbetreiber unterstützen den Appell. Viele der zeichnenden Unternehmen sind keine unmittelbaren Gewinner der Dekarbonisierung oder Energiewende. Die Zeichner sind jedoch bereit, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

 
Quelle: UD/cp

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