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05.05.2015

toom Baumarkt: Bienenschutz bis in die Lieferkette

toom Baumarkt hat ein weiteres Zeichen für den Bienenschutz gesetzt und reglementiert den Pestizideinsatz im Zierpflanzenanbau: Bereits heute sind erste Zierpflanzen, die ohne den Einsatz der genannten bienengefährlichen Pestizide angebaut wurden, im Verkauf. Nach der weiteren Umstellung der gesamten Zierpflanzenproduktion auf alternative Produkte folgt in 2016 der Großteil der verbleibenden Zierpflanzen. Das Unternehmen verzichtet beim Verkauf von Pflanzenschutzmitteln bereits seit 2013 auf Wirkstoffe , die laut einer Greenpeace Studie besonders bienengefährlich sind. Kunden finden dafür umweltfreundliche Alternativen auf Rapsölbasis im Sortiment. Das nachhaltige Engagement brachte dem Unternehmen den Testsieg im Pestizid-Einkaufscheck des B.U.N.D.

Im Frühjahr und Sommer summt und brummt es in Deutschland: Bienen suchen fleißig nach Nektar und Blütenpollen – und das ist nicht nur ein gutes Zeichen für die Honigernte. Obstbäume, Gemüsepflanzen und Blumen sind zur Vermehrung auf die Bestäubungsleistung von Bienen und anderen Insekten angewiesen. Rund 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge, so heißt es beim Deutschen Imkerbund e.V., hängen von der Bestäubung durch Bienen ab.

Doch die Bienen sind bedroht: Etwa ein Viertel aller Bienenvölker haben den letzten Winter nicht überlebt. Neben einer bienenschädigenden Milbenart, der Varroa, machen den Insekten chemische Pflanzenschutzmittel zu schaffen, die in Landwirtschaft und privaten Gärten eingesetzt werden. Mehrere Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonicotinoide, zum Beispiel Thiamethoxam oder Clothianidin, sind besonders gefährlich für Bienen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat diese Wirkstoffe deshalb Ende 2013 verboten.

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Bienenschutz durch umweltfreundliche Sortimentsgestaltung

Verbraucher können generell auf den Einsatz von Chemie verzichten und auf verträglichere Alternativen zurückgreifen. Die meisten Hobbygärtner kaufen ihre Pflanzenschutzmittel in Baumärkten oder Gartencentern. Hier setzt toom Baumarkt an: „Für uns als verantwortungsvoll handelndes Unternehmen ist es wichtig, unser gesamtes Angebot regelmäßig zu überprüfen und gemeinsam mit unseren Lieferanten nach Alternativen und umweltverträglicheren Möglichkeiten zu suchen. Da gerade Bienen eine entscheidende Funktion in unserem Ökosystem übernehmen, verfolgen wir auch hier die konsequente Weiterentwicklung hin zu einem nachhaltigeren Sortimentsportfolio“, erklärt Detlef Riesche, Vorsitzender der Geschäftsführung bei toom Baumarkt. Riesche verantwortet das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens; außerdem ist er im Vorstand des Handelsverbands Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB).

Bereits 2013 überprüfte das Unternehmen sein gesamtes Sortiment auf bienengefährliche Stoffe. Im Bereich der chemischen Pflanzenschutzmittel verzichtet toom seitdem auf Pestizidprodukte der Bienengefährdungsstufe B1, die in der Bienenschutzverordnung geregelt sind. Zu diesen gehören auch die sieben bienengefährlichen Stoffe, die Greenpeace in einer Studie von 2013 benannt hat. Darunter fallen vor allem die Neonicotinoide, denn die eingesetzten Chemikalien bewirken, dass die Bienen ihren Orientierungssinn verlieren und nicht mehr zum Stock zurückfinden. Seinen Kunden bietet toom Baumarkt daher seit 2013 Alternativen auf der Basis von Rapsöl und anderen unbedenklichen Stoffen an. Damit kommt das Unternehmen auch den EU-Vorgaben nach. Darüber hinaus möchte toom Baumarkt auch Kunden für das Thema sensibilisieren und verrät die besten Tricks für umweltschonenden Pflanzenschutz (z.B. Nützlingsförderung).

Ein toom Baumarkt-Mitarbeiter berät eine Kundin zu Pflanzenschutzmitteln.
Ein toom Baumarkt-Mitarbeiter berät eine Kundin zu Pflanzenschutzmitteln.

Nachhaltige Lieferketten für den Zierpflanzenverkauf

Neben dem Verkauf von Pestiziden, beschäftigt sich toom aber ebenso im Zierpflanzenanbau mit dem Thema Bienenschutz. Seit Mitte des Jahres 2014 arbeitet toom eng mit seinen Zierpflanzenlieferanten zusammen, um bienenschädliche Stoffe auch im Anbau zu vermeiden. Erste Zierpflanzen, die ohne bienengefährliche Stoffe behandelt wurden, sind schon jetzt im Handel. Bis 2016 erfolgt die Umstellung eines Großteils der Zierpflanzenproduktion auf alternative Pflanzenschutzmittel.

Neben den Vorgaben der Baumarktkette für die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln sind alle Zierpflanzenerzeuger nach weltweit anerkannten Qualitätsstandards zertifiziert, etwa dem Global G.A.P. bzw. Milieu Programma Sierteelt (MPS). Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und die Vermeidung des Einsatzes der sieben bienengefährlichen Stoffe wird somit in der Lieferkette von toom überprüfbar.

Beratung und Tipps für Kunden

toom Baumarkt setzt kundenseitig auf Information und Engagement: Eine persönliche Verkaufsberatung durch geschultes Fachpersonal ist in allen Märkten beim Erwerb von chemischen Pflanzenschutzmitteln selbstverständlich, um eine nicht sachgemäße Anwendung der Pestizide zu vermeiden. Für Kunden stehen zusätzlich Tipps für eine Reihe von sanften und natürlichen Möglichkeiten zum Pflanzenschutz zur Verfügung, etwa durch die Förderung von Nützlingen. Umfangreiche Informationen dazu bietet das Unternehmen auf seiner Nachhaltigkeitsseite.

Mit seinem Engagement in der umweltfreundlicheren Sortimentsgestaltung sowie in der Beratungsleistung beim Verkauf von chemischen Pflanzenschutzmitteln erarbeitete sich toom Baumarkt den Testsieg im Einkaufscheck der Umweltorganisation B.U.N.D.

Wirtschaftsfaktor Biene

Weltweit wird der wirtschaftliche Gesamtwert der Bestäubungsleistung von Insekten auf 153 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das entspricht fast zehn Prozent des globalen landwirtschaftlichen Ertrages.

In der Schweiz erwirtschaftet die Imkerei durch die Bestäubungsleistung eine Agrarproduktion von jährlich 213 Millionen US-Dollar – fünfmal mehr als mit direkten Imkerei-Produkten wie Honig, Bienenwachs und Pollen. Das entspricht einem Wirtschaftswert von rund 1.050 US-Dollar pro Bienenvolk. Zum Vergleich: Ein Bienenvolk bringt einen Ertrag von jährlich 215 US-Dollar für direkte Imkerei-Produkte.

In kaffeeproduzierenden Ländern kann der Kaffeeertrag durch die Bestäubung von Wildbienen um 20 Prozent gesteigert werden, wenn die Plantagen in der Nähe von Tropenwäldern liegen. Dort leben die Wildbienen.

Quelle: Studie der TEEB-Initiative

 
Quelle: UmweltDialog

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