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HVB Umweltmanagement-System nach ISO 14001 erfolgreich ausgeweitet zoom

12.03.2015

HVB Umweltmanagement-System nach ISO 14001 erfolgreich ausgeweitet

Die HypoVereinsbank (HVB) nutzt seit 2006 ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagement-System, um die Umweltauswirkungen des Bankgeschäfts und des Bankbetriebs zu reduzieren. Der wichtigste Hebel für einen nachhaltigen Bankbetrieb sind hierbei energetisch optimierte Gebäude. Lag im Gebäudebereich der Schwerpunkt bisher auf den größten Standorten, sind nun bundesweit alle eigenen bankgenutzten Standorte in das Umweltmanagement-System einbezogen und extern zertifiziert worden. Das entspricht einer Gebäudefläche von einer Million Quadratmetern.

Auch wenn die HVB den wichtigsten Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz über ihre Produkte und Dienstleistungen erbringt, arbeitet sie kontinuierlich daran, ihren eigenen ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Konnte die Bank 2010 zunächst ihren Gebäudebetrieb klimaneutral stellen, gelang ihr dieser Schritt 2013 für die Geschäftsreisen, Papier, Wasserverbrauch und Abfallaufkommen: „Ressourcenschonende und effizienzsteigernde Maßnahmen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen sowie das umweltbewusste Verhalten unserer Mitarbeiter haben es ermöglicht, das langfristig angestrebte Ziel des klimaneutralen Bankbetriebs zu erreichen“, erklärt Stefan Löbbert, Leiter Corporate Sustainability Management der HypoVereinsbank. Das Umweltmanagement der HVB verfolgt dabei eine Strategie, die CO2-Emissionen vermeidet, sie dauerhaft reduziert und wo möglich durch den Ankauf von Klimaschutzzertifikaten kompensiert.

Eine kleine Chronologie

des Umweltmanagement-Systems

  • Seit den 1990er-Jahren sorgt ein Umweltschutzbeauftragter für die ökologische Ausrichtung des Bankbetriebs
  • Seit 2006 sind neun große Zentralstandorte und umweltrelevante Prozesse nach ISO 14001 zertifiziert
  • 2013 wird im Rahmen eines Pilotprojektes eine Methodik zur Ausweitung des Umweltmanagement-Systems auf alle eigenen bankgenutzten Standorte erprobt
  • Ende 2014 erfolgt die Ausweitung der ISO 14001 auf alle eigenen bankgenutzten Standorte in Deutschland. Dies bedeutet, dass Gebäudeflächen von rund 1.000.000 m² in das Umweltmanagement-System einbezogen und extern zertifiziert sind.

der Klimaneutralität

  • Seit 2009 bezieht die HVB Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Der Versand von Briefen und Paketen sowie Dienstreisen mit der Deutschen Bahn erfolgen klimafreundlich über Kompensationsleistungen.
  • Seit 2010 erfolgt die Kompensation nicht vermeidbarer Emissionen aus der Wärmebereitstellung. Somit läuft der gesamte Gebäudebetrieb bundesweit CO2-neutral.
  • Seit 2013 ist der Bankbetrieb CO2-neutral. Die HVB kompensiert jetzt auch alle CO2-Emissionen der Geschäftsflüge und PKW-Fahrten. Und es werden die indirekten CO2-Emissionen des Papier- und Wasserverbrauchs, sowie des Abfallaufkommens erstmalig miteinbezogen
 

Nachhaltiges Gebäudemanagement

Die energetisch optimierten Gebäude der HVB übernehmen dabei eine Schlüsselrolle innerhalb der Umweltstrategie. Bei Bau- und Renovierungsmaßnahmen achtet die Bank konsequent auf Energie- und Ressourceneffizienz, Materialökologie und Gesundheitsaspekte. Ihr Leuchtturmprojekt ist die Grundsanierung der denkmalgeschützten Firmenzentrale im Münchener Arabellapark, des HVB-Towers. Bis 2019 werden der Turm und die dazugehörigen Flachbauten in zwei Bauabschnitten zu einem „Green Building“ gemäß dem Standard Leadership in Energy & Environmental Design (LEED) umgebaut, wobei die Fassade des Hochhauses bereits bis Ende 2014 fertiggestellt wurde.

„Bei der Umgestaltung des HVB-Towers sollen die Kriterien Flächeneffizienz, Wirtschaftlichkeit, Denkmalschutz und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Dabei steht neben der Verbesserung der Effizienz auch die Reduzierung der CO2-Emissionen im Mittelpunkt“, erklärt Peter Weidenhöfer, Vorstand der HVB Immobilien, im Gespräch mit industrieBAU. Das soll hauptsächlich durch die Möglichkeit zur natürlichen Belüftung über die Fenster mittels einer neuen, zweischaligen Fassade, sowie durch ein neues versorgungstechnisches Konzept unter Berücksichtigung von Geothermie, Regenwassernutzung und neuer Heiz-Kühlsysteme für die Haustechnik erzielt werden.

„Smart Working“

Im Zuge der Sanierung führt die HVB gleichzeitig ein neues Büroraumkonzept („Smart Working“) ein, das auf klassische Einzelbüros für die Mitarbeiter weitestgehend verzichtet. Das Ziel war es, eine Arbeitswelt zu schaffen, welche die Möglichkeiten zeitgemäßer IT Unterstützung nutzt und unterschiedlichste Ebenen der Vertraulichkeit berücksichtigt. Statt eines festen Arbeitsplatzes haben die Mitarbeiter künftig die Wahl, je nach Aufgabe in einer der unterschiedlichen Arbeitsumgebungen Platz zu nehmen. In der „Focus Area“ können sie konzeptionelle Arbeit erledigen, während die „Co-Working-Zones“ für Projektarbeit und die „Business-Lounge“ für den informellen Austausch gedacht sind.

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„Das ehemalige Innenraumkonzept entspricht nicht mehr den gegenwärtigen und künftigen Anforderungen und die inneren Wärmelasten sind aufgrund der IT-Ausstattung andere als zur Entstehung des Gebäudes“, sagt Weidenhöfer. „Daher werden in Zukunft die Flächen ökonomischer genutzt und auf die Anforderungen an eine moderne Kommunikationstechnik angepasst.“ So haben alle Bürobereiche WLAN und moderne Videokonferenztechnik, wodurch die Mitarbeiter Fahrten und Dienstreisen sparen und dadurch CO2-Emissionen reduzieren. Die HVB begann bereits 2012 „Smart Working“ mit über 300 Mitarbeitern an einem Standort in München zu testen, entwickelt das Konzept seitdem kontinuierlich weiter und implementierte es mittlerweile auch in anderen Bürostandorten wie beispielsweise seit 2014 in Frankfurt.

Mobilitätskonzept

Da Mobilität für die Geschäftstätigkeit der HVB unabdingbar ist, spielt sie innerhalb der Umweltstrategie ebenfalls eine wichtige Rolle. Um die Reisetätigkeit der Mitarbeiter so ökologisch wie möglich zu planen, hat die Bank strenge Reiserichtlinien entwickelt. Dementsprechend nutzen die Angestellten bei einer Fahrtdauer von unter vier Stunden immer die Bahn. Auf diese Weise konnte die Anzahl an Flugreisen deutlich reduziert werden. Seit 2013 kompensiert die HVB zusätzlich die CO2-Emissionen der verbleibenden Dienstflüge. In München, Hamburg und Nürnberg bekommen die Mitarbeiter ein Jobticket, damit sie für den täglichen Arbeitsweg die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können.

Darüber hinaus gehören die Poolfahrzeuge der HVB-Flotte mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 90 g/km zu den effizientesten ihrer Fahrzeugklasse. Für die Dienstfahrzeuge der Mitarbeiter gilt eine Obergrenze von 130 g/km: „Innerhalb von vier Jahren konnten wir damit den durchschnittlichen Treibstoffverbrauch sowie den CO2-Ausstoß pro Fahrzeug um jeweils 20 Prozent senken“, sagt Andreas Grausam, Leiter Mobility Management der HypoVereinsbank.

Green IT

Die HVB betreibt zwei Rechenzentren mit einer Fläche von umgerechnet zwei Fußballfeldern, die den sicheren Betrieb der IT-Infrastruktur gewährleisten. Dabei verbrauchen sie jährlich so viel Energie wie 11.000 Haushalte zusammen. Eines der Rechenzentren wird mit dem Wasser des nahe vorbeifließenden Eisbachs im Münchener Englischen Garten gekühlt. Außerdem setzt die HVB das neuartige im Haus entwickelte Kühlsystem Inline Air Cooling ein. Dieses nutzt die natürliche Luftströmung aufsteigender Wärme und absinkender Kälte für den Betrieb und die Kühlung der IT-Infrastruktur in den Rechenzentren. Auf diese Weise spart die HVB seit 2012 jährlich 4.000 MWh Energie, was wiederum 2.200 Tonnen CO2 entspricht.

 
Quelle: UmweltDialog

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