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03.11.2014

Tetra Pak: Vorreiter bei umweltfreundlichen Verpackungen

Tetra Pak-Verpackungen bestehen überwiegend aus Karton. Dieser wird aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz hergestellt. Doch woher stammt das Rohmaterial? Immer öfter stammt der Rohstoff aus zertifizierten und anderen kontrollierten Quellen. Das belegt das Umweltsiegel des Forest Stewardship Council (FSC), das Tetra Pak seit 2010 nutzt. In Zukunft will Tetra Pak nur noch FSC-zertifizierten Karton einsetzen.

In Zukunft will Tetra Pak nur noch FSC-zertifizierten Karton einsetzen.
In Zukunft will Tetra Pak nur noch FSC-zertifizierten Karton einsetzen.

Frischmilch-Verpackungen von Tetra Pak bestehen derzeit zu knapp 80 Prozent aus Karton, Beschichtung und Verschluss aus Polyethylen. Künftig will das Unternehmen die Nichtpapierbestandteile durch pflanzenbasierte Rohstoffe ersetzen und die Verpackungen so vollständig aus erneuerbaren Materialien herstellen. Als erster in seiner Branche setzte Tetra Pak 2014 bereits für alle in Brasilien hergestellten Verpackungen das bio-basierte LDPE in Kartonverpackungen ein. In seinem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht teilte Tetra Pak mit, dass die Lieferzahlen von Verpackungen mit bio-basiertem Verschluss mit 1,1 Milliarden Stück im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt werden konnten. Jetzt hat das Unternehmen angekündigt, im Frühjahr 2015 den ersten Getränkekarton komplett aus nachwachsenden Rohstoffen auf den Markt zu bringen. Das heißt, dass die Beschichtung des Kartons und der Verschluss aus nachwachsendem Zuckerrohr hergestellt sind. Weiterhin hat sich Tetra Pak zum Ziel gesetzt, 100 Prozent FSC-zertifizierten Karton für seine Verpackungen zu nutzen: „Dieser Anteil ist von 38 Prozent in 2012 auf 41 Prozent in 2013 gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden 32 Milliarden Tetra Pak-Verpackungen mit dem FSC-Siegel verkauft – das sind über 5 Milliarden mehr als 2012“, heißt es auf der Homepage des Unternehmens. In Deutschland sind bereits 90 Prozent des eingesetzten Rohmaterials FSC-zertifiziert.

Tetra Paks Umweltstrategie

Im Mittelpunkt der Umweltstrategie des Verpackungsherstellers steht das Ziel, das Rohmaterial für die Kartons nur aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern zu beziehen. Die Wahl der Rohstoffe ist neben der Produktionsweise und dem Transport ein wesentlicher Einflussfaktor des Unternehmens auf das Klima. Daher setzt Tetra Pak auf grünen Strom in den Produktionswerken wo immer möglich, eine klimafreundliche Transportlogistik und Rohstoffgewinnung in zertifizierten Wäldern. Seit 2010 darf Tetra Pak das Siegel des Forest Stewardship Council nutzen. Die gemeinnützige Organisation entwickelt Standards für eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft und macht durch das FSC-Zeichen auf den Endprodukten die einwandfreie Herkunft aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern des Rohstoffs sichtbar. Das Siegel garantiert zudem eine lückenlose Rückverfolgung des Materials. Es gilt international als das anspruchsvollste Prüfsiegel für Produkte aus Holz, da es hohe soziale und ökologische Anforderungen an die Unternehmen stellt und einen regelmäßigen Nachweis fordert, dass die FSC-Standards eingehalten werden. Zu diesen zählen Mitarbeiterschulungen, eine kontrollierte Rohstoffbeschaffung und -lagerung, transparente Produktions- und Vertriebsprozesse, die Rückverfolgbarkeit der Materialien sowie eine Dokumentation der FSC-relevanten Prozesse.

Das FSC-Siegel

Der Forest Stewardship Council ist eine internationale Nicht-Regierungsorganisation mit Sitz in Bonn und nationalen Arbeitsgruppen in 43 Ländern. 1994 hatten Umweltorganisationen, die indigenen Völker, die die betroffenen Waldgebiete bewohnen, sowie Vertreter der Forst- und Holzwirtschaft aus 25 Ländern die gemeinnützige Organisation gegründet. Seitdem setzt sie sich für eine sozial verträgliche und wirtschaftlich tragbare Waldbewirtschaftung ein.

Woher stammt das Holz und auf welchem Weg gelangt es zum Verbraucher? Um die Herkunft von Produkten aus dem Rohstoff Holz aus verantwortungsvollen Quellen lückenlos nachvollziehbar zu machen, hat der FSC ein Zertifizierungssystem entwickelt. Innerhalb des Systems gibt es zwei unterschiedliche Zertifizierungsmodelle: Waldzertifikate und Produktkettenzertifikate. Denn nicht nur Waldbesitzer müssen nach den FSC-Standards zertifiziert sein, sondern auch alle weiterverarbeitenden Unternehmen. Die Zertifizierung der gesamten Produktionskette, der Chain of Custody (COC), stellt sicher, dass Produkte, die das FSC-Label tragen, auch tatsächlich aus dem entsprechenden Rohstoff hergestellt wurden und dass alle Beteiligten der Lieferkette, von der Papierfabrik bis zum Verpackungshersteller, ein innerbetriebliches Verfahren aufbauen, das sicherstellt, dass FSC-zertifizierte Materialien jederzeit identifizierbar bleiben. Dies wird in regelmäßigen Audits überprüft.

Die Zertifizierung basiert auf 10 Prinzipien und Kriterien. Auf dieser Grundlage werden weltweit einheitliche Standards entwickelt, die zum Beispiel vorsehen, dass die Besitzansprüche und Nutzungsrechte des Waldes klar definiert sein müssen. Sie sollen auch gewährleisten, dass die Rechte der indigenen Bevölkerung anerkannt und respektiert werden. Die Standards sollen zudem sicherstellen, dass das soziale und ökonomische Wohlergehen der im und am Wald arbeitenden und lebenden Menschen langfristig bewahrt wird. Zu den Anforderungen gehören auch die Einhaltung der geltenden Gesetze und Verträge sowie der Schutz der Umwelt. So werden zum Erhalt der Artenvielfalt in bestimmten Waldgebieten keine Bäume gefällt.

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Vorteile für den Verbraucher

Immer mehr Verpackungen tragen das Siegel des Forest Stewardship Council. Gleichzeitig stieg das Vertrauen in Umwelt-Labels wie das FSC-Siegel, wie eine internationale Umfrage von Tetra Pak aus dem Jahr 2013 zeigt. Die Kennzeichnung der Getränkekartons mit dem FSC-Label bietet Verbrauchern beim Einkaufen eine klare Orientierung. Sie erhalten so die Möglichkeit, sich für ein Produkt aus kontrollierten Quellen zu entscheiden, bei dessen Herstellung anspruchsvolle ökologische und soziale Standards eingehalten wurden.

 
Quelle: UmweltDialog

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