14.08.2018

11.03.2013

Klimawandel

Klimaprojekt von der Deutschen Post DHL in Lesotho

Die Deutsche Post DHL liefert im Zuge ihres ersten eigenen Klimaschutzprojektes 10.000 Brennholzkocher bis Ende des Jahres ins afrikanische Lesotho. Die sogenannten „Save80“ benötigen nur durchschnittlich 250 Gramm Holz, um sechs Liter Wasser zu erwärmen: „Sie entlasten nicht nur die Umwelt, sondern helfen auch, den Alltag der Menschen zu erleichtern“, erklärt Christof Ehrhart, Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung. Im Gegenzug bekommt das Unternehmen Emissions-Zertifikate gutgeschrieben, die für den Emissionsausgleich des klimaneutralen Versands genutzt werden.

Die von der Deutschen Post DHL zur Verfügung gestellten Brennholzkocher verbessern die Lebensbedingungen der Bevölkerung. Fotos (2): Deutsche Post DHL
Die von der Deutschen Post DHL zur Verfügung gestellten Brennholzkocher verbessern die Lebensbedingungen der Bevölkerung. Fotos (2): Deutsche Post DHL

Ein Topf auf drei großen Steinen, in deren Mitte ein Feuer brennt: Auf diese Weise kochen arme Familien aus Entwicklungsländern wie Lesotho ihre Mahlzeiten. Diese Methode ist nicht effizient, weil dabei Energie ungenutzt entschwindet. Darüber hinaus benötigen die Menschen viel Brennholz, das sie entweder zeitaufwendig sammeln oder kaufen müssen. In Lesotho sind bereits weite Teile des Buschwaldes vernichtet, was zu Bodenerosion der Landschaft geführt hat. Die offenen Feuer wiederum verschmutzen die Luft und gefährden die Gesundheit der Familien. Hier sollen die sogenannten Brennholzkocher „Save80“ Abhilfe leisten, welche die Deutsche Post DHL in das südafrikanische Königreich geliefert hat: „Als wir zum ersten Mal einen Kocher zu Demonstrationszwecken in einem Dorf aufgebaut haben, waren die Leute zunächst sehr skeptisch“, sagt Guido Sattler, Leiter des Lesotho-Projektes. „Sie konnten einfach nicht glauben, dass wir einen Topf Wasser mit einem in ihren Augen mickrigen Haufen Holz zum Kochen bringen wollen.“ Auf den Zeitraum von zehn Jahren übertragen, sollen die Kocher insgesamt 20.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Durch das Projekt könne der Konzern hochwertige Emissionszertifikate zu einem günstigen Preis gewinnen: „Das ermöglicht es, den GoGreen-Service auszubauen, der Kunden hilft, ihre eigenen Umweltziele zu erreichen“, informiert die Deutsche Post DHL.

„Save80“

Sobald die Familien an den Umgang mit den Öfen geübt sind, sollen sie bis zu 80 Prozent an Holz einsparen können. Im Inneren sind die Kocher mit rostfreiem Stahl ausgestattet. So entstehen hohe Temperaturen, die das effiziente Kochen ermöglichen. Die Rauchentwicklung ist dabei minimal. Ein Ofen-Set besteht aus einem Ofen, speziellen Töpfen und einer Wärmebox zum Garen mit Restwärme, was zusätzlich Energie einspart: „Speziell für Lesotho fügte der Hersteller einen gusseisernen Topf hinzu. Nötig war dies, da sich die bevorzugte Speise Maisbrei in den klassischen Edelstahltöpfen schlechter zubereiten lässt“, erklärt die Klimaschutzorganisation atmosfair, welche die Deutsche Post DHL bei diesem Projekt unterstützt.

Die herkömmliche Zubereitung von Speisen auf offenen Feuerstellen in Lesotho ist im Vergleich zum Save80 äußerst ineffizient, verschmutzt die Luft durch starke Rauchentwicklung und verursacht übermäßig hohe CO2-Emissionen.
Die herkömmliche Zubereitung von Speisen auf offenen Feuerstellen in Lesotho ist im Vergleich zum Save80 äußerst ineffizient, verschmutzt die Luft durch starke Rauchentwicklung und verursacht übermäßig hohe CO2-Emissionen.

CDM Gold Standard

Während die Deutsche Post DHL das Projekt finanziert und koordiniert hat, führt es atmosfair gemäß dem sogenannten CDM (Clean Development Mechnism) Gold Standard durch: „UN-akkreditierte Prüfer zertifizieren die tatsächlichen CO2-Einsparungen und die positiven Effekte für die lokale Bevölkerung und haften dabei für jeden Fehler.“ Als Säule des Kyoto-Protokolls bietet CDM Unternehmen in Industrieländern die Möglichkeit, Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern durchzuführen. Die dadurch eingesparten Treibhausgase können auf die eigene Klimaschutzbilanz angerecht werden. Für die Bewertung von CDM-Klimaschutzprojekten ist der exakte Vergleich der Emissionen mit und ohne Projekt vorgeschrieben. Darüber hinaus muss der Nachweis erfolgen, dass das Projekt ohne CDM-Registrierung nicht stattgefunden hätte, also zusätzlich ist. Der Gold Standard stellt sicher, dass die Klimaprogramme zur nachhaltigen Entwicklung beitragen. So müssen sie beispielsweise nachhaltige Technologien wie die Brennholzkocher transferieren oder gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung und Intuitionen geplant werden.

GoGreen

Zusätzlich zum Lesotho-Projekt erwirbt die Deutsche Post DHL weiterhin Emissionsgutschriften aus externen Programmen, um den CO2-Ausstoß ihrer Kunden auszugleichen. Dieser Ansatz ist Teil des Umweltschutzprogramms des Unternehmens GoGreen. Dieses zielt darauf, bis zum Jahr 2020 die CO2-Effizienz des Konzerns und der Subunternehmer im Vergleich zum Basisjahr 2007 um 30 Prozent zu verbessern.

Quelle: UD
 

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