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10.03.2016

Gebäude müssen energieeffizienter werden

Die Energiewende in Deutschland ist bis heute weitgehend eine Stromwende. Vorhandenes Potential, um im Wärmebereich CO2 und Energie einzusparen wird nicht ausgeschöpft. Das Ziel, bis 2050 den Ausstoß von Treibhausgasemissionen im Wärmesektor um 80 Prozent zu reduzieren, kann mit bestehenden Maßnahmen nicht erreicht werden. In dem Positionspapier "Blaupause Wärmewende" identifiziert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Defizite bei den politischen Rahmenbedingungen und zeigt verschiedene Handlungsoptionen auf, um die Energiewende im Wärmebereich voranzutreiben.

Mit sieben Kernthemen liefert die "Blaupause Wärmewende" Impulse, um die Wärmeversorgung konsequent umzustrukturieren. Dazu zählen die Weiterentwicklung der Gesetzesrahmen, die Einführung verbindlicher Sanierungsfahrpläne sowie der Ausbau staatlicher Förderprogramme. Transparenz und Planungssicherheit durch verlässliche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, um Investitionsentscheidungen für klimaschonende Sanierungsmaßnamen zu fördern. Verbesserungspotential sieht die DUH bei der Kommunikation über die Vorzüge einer erneuerbaren Wärmeversorgung und der effizienten Nutzung von Endenergie. Auch die Debatte um Nachhaltigkeit und ökologische Folgen von Bau- und Sanierungsaktivitäten werde bisher vernachlässigt. Für das Gelingen der Energiewende und eine wirksame Klimaschutzpolitik sind eine Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien im Gebäudebereich notwendige Voraussetzungen, so die Meinung der DUH.

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Neue Gesetze zur klimagerechten Gebäudesanierung gefordert

"Mit der Klimakonferenz im Rücken ist klar, dass eine Dekarbonisierung des Wärmesektors nicht länger verschleppt werden kann", sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. "Wir brauchen Planungssicherheit für Hausbesitzer, Investoren und Verbraucher. Nach dem Klimagipfel von Paris müssen auch die CO2-Minderungsziele für den Gebäudesektor nachgeschärft werden. Dafür müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die klimagerechte Gebäudesanierung verbessert werden. Unsere Blaupause Wärmewende macht dafür konkrete Vorschläge." Die Wärmeversorgung ist für jährlich rund ein Drittel der nationalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und über die Hälfte der Endenergie wird für die Bereitstellung von Wärme verbraucht.

Vergleicht man den Strom- und Wärmesektor fällt auf, dass der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Wärmeversorgung verhältnismäßig niedrig ist. "Es fehlen wichtige Anreize für den Umstieg auf eine erneuerbare Energieversorgung", erläutert Peter Ahmels, Bereichsleiter Energie und Klimaschutz bei der DUH. "Gerade jetzt, wo die Energieeinsparverordnung und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz überarbeitet werden und die Energiepreise sehr niedrig sind, ist eine günstige Gelegenheit dafür. Bevor wieder eine Festlegung für viele Jahrzehnte erfolgt und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen noch für Jahrzehnte festgeschrieben wird."

 
Quelle: UD/na

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