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Städtische Wasserprojekte sind offen für Investitionen

12.09.2017

Städtische Wasserprojekte sind offen für Investitionen

Neue Forschungsergebnisse von CDP, der globalen Non-Profit-Organisation für internationale Klimaberichte und Klimadaten, zeigen, dass städtische Wasserprojekte im Wert von mehr als acht Milliarden Euro nach Investoren Ausschau halten. CDP's Bericht wurde unter dem Titel "Who's tackling urban water challenges" im Rahmen der World Water Week Konferenz vom 27. August bis 1. September veröffentlicht und entstand in Kooperation mit dem globalen Infrastrukturunternehmen AECOM. Finanziert wurde er durch Bloomberg Philantropies.

Die Infografiken basieren auf dem bisher umfassendsten Datensatz zu weltweiten, durch Wasser bedingten Gefahren und deren Bekämpfung durch Städte und Firmen. Mithilfe von Informationen von 569 Städten und 1.432 Unternehmen, die allesamt über ihre Wassermanagementaktivitäten Angaben gemacht haben, zeigt der Bericht, wie globale Städte und Firmen auf die größer werdenden Herausforderungen des Klimawandels und des urbanen Populationswachstums reagieren.

Diejenigen Städte, die sich am meisten Sorgen um ihre Wasserversorgung machen, liegen in Asien und Ozeanien (84 Prozent), Afrika (80 Prozent), und Lateinamerika (75 Prozent). 63 Prozent aller nordamerikanischen Städte sehen den Klimawandel als eine Gefahr für ihre Wasserversorgung, während es in Europa 34 Prozent sind. 196 Städte geben Wasserknappheit als mögliches Risiko an; 132 Städte befürchten sinkende Wasserqualität, und 103 Städte sehen Überflutung als ein mögliches Risiko.

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Angst vor Überflutung

So kam es zum Beispiel in der Stadt Chennai, in welcher mehr als sieben Millionen Menschen leben, im Dezember 2015 zur schwersten durch Regen verursachten Überflutung der letzten hundert Jahre. Hunderte Einwohner starben, Millionen waren ohne sauberes Wasser, und der Geschäftsverkehr war stark beeinträchtigt. Nun investiert die Stadt in verschiedene Projekte, damit Chennai widerstandsfähiger gegenüber Überflutungen ist; es wird ein Managementsystem für Sturmwasser konstruiert, zusätzliche Infrastruktur wird geschaffen, und die Bevölkerung wird über Möglichkeiten der Wasserkonversation aufgeklärt.

Unternehmen haben währenddessen im letzten Jahr 12 Milliarden Euro an finanziellen Schäden durch Wassergefahren berichtet, beispielsweise durch Produktionsverluste. 62 Prozent der untersuchten Städte arbeiten jetzt mit Unternehmen zusammen, um Wasserprobleme und den Klimawandel zu bekämpfen. Zusammen suchen ingesamt 80 Städte acht Milliarden Euro an Investitionskapital für 89 verschiedene Wassermanagementprojekte. Die größten Investitionsgelegenheiten für Wasserprojekte finden sich dabei in Lateinamerika (5,7 Milliarden Euro). Die Stadt Quito in Ecuador sucht beispielsweise nach Investitionen im Wert von 680 Millionen Euro für die Wasserversorgung der Stadt: Es sollen drei Wasserkraftwerke gebaut und die Verunreinigung von Flüssen und Wasserläufen mit einer Gesamtlänge von 246 Kilometern bekämpft werden. Nach Südamerika sind die größten Investitionsmöglichkeiten in Nordamerika (2,3 Milliarden Euro) zu finden; darauf folgen, mit großem Abstand, Asien und Ozeanien (23,3 Millionen Euro), Europa (19 Millionen Euro), und Afrika (5,26 Millionen Euro).

Wassermanagement wichtig für Städte

Morgan Gillespy, die Leiterin von CDP's Water Program, kommentiert hierzu: „Unser Bericht zeigt, wie wichtig Wassermanagement für unsere Städte wird. Wir sehen durch die allzu reale Gefahr für lokale Industrien, die zum Beispiel von Überflutungen ausgeht, kritische und wichtige Veränderungen in den Führungsebenen von Städten und Unternehmen. Zusammen mit intelligenten Innovationen und Finanzkapital wird hierdurch eine nachhaltige Ökonomie möglich  ̶  und unsere Daten zeigen, wie wichtig hierfür die Rolle der Investoren ist. Diese finanziellen Mittel, im Bereich von acht Milliarden Euro, sind erst die Spitze des Eisberges für den Weg, den wir einschlagen müssen. Neben neuen Investitionen müssen wir von nun an ganzheitlich über Wasser nachdenken. Es ist unsere Vorstellung, dass wir bis 2030 weltweit sichere und nachhaltige Wasserversorgung bereitstellen können, aber hierfür müssen wir unsere natürlichen Ressourcen vollkommen anders verwalten. Wasser muss als ein kritischer Vermögenswert von Städten und Vorständen angesehen werden und es ist unsere Aufgabe, unsere Denk- und Sichtweisen dementsprechend zu verändern und zu optimieren.“

Claire Bonham-Carter, Leiterin für Stadtresilienz bei der AECOM, merkt weiterhin an: „Bei unserer Arbeit mit Städten weltweit ist Wasser immer wieder als ein Schlüsselproblem für städtische Resilienz hervorgetreten. Viele Städte von stark verschiedener Größe, wie zum Beispiel Mexiko-Stadt oder Berkeley in Kalifornien, arbeiten sowohl an langfristiger Wasserversorgung als auch an Methoden gegen chronische urbane Überflutungen. Indem wir über die bevorstehenden Probleme von Wasserknappheit und Überflutung aus dem Blickwinkel der Resilienz nachdenken, helfen wir den Städten, nicht nur technische Schwierigkeiten zu lösen, sondern auch sozioökonomische Unterschiede und Probleme der Umweltgerechtigkeit zu lindern.“

 
Quelle: UD/pm

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