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USA: Rekordtief bei unversicherten Latino-Kindern

05.02.2016

USA: Rekordtief bei unversicherten Latino-Kindern

Mit 9,7 Prozent hat die Quote von hispanischen Kindern ohne Krankenversicherung in den USA einen bislang unbekannten Tiefstand erreicht. Laut jüngsten Erkenntnissen schrumpfte deren Anzahl von 2013 bis 2014 landesweit um 300.000 auf rund 1,7 Millionen. Das ist ein Minus von knapp zwei Prozentpunkten. Diese Zahlen gehen aus einer aktuellen Studie hervor.

Den Grund für diesen starken Rückgang sehen die Studienautoren, das Healthy Policy Insitute der Georgetown University sowie die NGO National Council of La Raza, vor allem in den politischen Anstrengungen der Administration Obama im Bereich des Gesundheitswesens. Mit dem "Patient Protection and Affordable Care Act" weitete die US-Regierung den versicherungstechnischen Anspruch auf Gesundheitsleistungen enorm aus, wovon in erster Linie bislang unversicherte Niedrigverdiener und armutsgefährdete Menschen profitieren, darunter zahlreiche hispanische Familien. Im gleichen Zeitraum sank auch der Anteil aller in den USA lebenden Kinder ohne Krankenversicherung auf sechs Prozent. Der Rückgang beträgt hier allerdings nur 1,1 Prozentpunkte.

Welten zwischen New York und Texas

Neben den sozioökonomischen Divergenzen zwischen den verschiedenen enthnischen Gruppen in den USA sind - je nach Heimatbundesstaat - auch innerhalb der hispanischen Community deutliche Unterschiede zu erkennen. So beträgt beispielsweise die Quote von nicht krankenversicherten Latino-Kids in New York nur 3,8 Prozent, in Illinois 4,5 Prozent und in Kalifornien 6,8 Prozent. Im Gegensatz dazu liegt dieser Wert in Georgia und Texas bei jeweils 15,3 Prozent, in Arizona bei 12,7 Prozent. Dem landesweiten Durchschnitt kommt am nächsten der Bundesstaat Colorado mit 9,6 Prozent.

Im Jahr 2014 kamen zwei von drei unversicherten hispanischen Kindern aus den Bundesstaten Texas, Kalifornien, Florida, Arizona und Georgia. 30,6 Prozent aller Kinder aus hispanischen Familien ohne Krankenversicherung leben in Texas. Die Zahlen der Studienautoren zeigen ebenfalls, dass die Wirkung der Gesundheitsreform trotz ihres bundesweiten Charakters teilweise von der politischen Ausrichtung des jeweiligen Bundesstaats abhängt.

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Politisch wichtige Minderheit

Die auch unter dem Schlagwort "Obamacare" bekannte Reform stößt innerhalb der republikanischen Partei auf breite Ablehnung. Sie sieht darin eine sozialistische Bevormundung der Bevölkerung. Demokraten befürworten hingegen die Initiative ihres Präsidenten. Dass nun ausgerechnet Kinder aus hispanischen Familien von "Obamacare" überdurchschnittlich stark davon profitieren, zeigt, in welchem Dilemma sich die republikanischen Präsidentschaftskandidaten gegenwärtig befinden.

Schließlich sind Hispanics die am schnellsten wachsende Minderheit in den USA und als Wählergruppe zunehemend bedeutender. Laut Prognosen soll der Anteil von Hispanics an der Gesamtbevölkerung von heute 17 auf 29 Prozent bis zum Jahr 2060 steigen. Der Anteil von Afroamerikanern bleibt hingegen stabil bei zwölf Prozent, so die Vorhersage des Center for American Progress.

 
Quelle: UD/pte

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