22.08.2018

02.05.2018

Politik & Gesellschaft

Krisen anders denken

Forschende der Universität Tübingen gehen mit einer virtuellen Ausstellung online: bedrohte-ordnungen.de erzählt vom gesellschaftlichen Umgang mit Bedrohungen in Vergangenheit und Gegenwart.

„Die Welt ist aus den Fugen geraten“, erklärte der heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor zwei Jahren. An vielen Orten ängstigt Menschen dieser Befund: Ob durch Naturkatastrophen, Kriege oder Terroranschläge, ob „Finanz-“, „Flüchtlings-“ oder „Klimakrise“ – allenthalben ist von Verunsicherung und Notsituationen die Rede. Doch was geschieht, wenn soziale Ordnungen plötzlich nicht mehr zu funktionieren scheinen? Wie handeln Menschen, die einander nicht mehr vertrauen? Wie verändert sich eine Gesellschaft, in der die Angst regiert?

Fragen, mit denen sich der Tübinger Sonderforschungsbereich (SFB) 923 seit 2011 intensiv befasst hat und die er unter dem Titel „Bedrohte Ordnungen“ zusammenfasst. Dazu wurde dort in bislang 80 Einzeluntersuchungen der gesellschaftliche Umgang mit Bedrohungen in Vergangenheit und Gegenwart untersucht. Die Forscherinnen und Forscher haben nun die aufwändig gestaltete virtuelle Ausstellung bedrohte-ordnungen.de entwickelt, die dazu einlädt, die vermeintlich krisenbeladene Gegenwart historisch zu reflektieren. Die virtuelle Ausstellung wurde Ende April offiziell eröffnet.

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Erzählt werden darin überraschende, aber auch tragische Geschichten über den menschlichen Umgang mit Bedrohung, Bewältigung und Wandel: ein Erdbeben, das im Jahr 62 Pompeji traf, Klosterauflösungen während der Reformation, Börsencrashs im Jahr 1720, die Reaktion auf die Anschläge des 11. Septembers oder die gewaltfreien Unabhängigkeitsbestrebungen im heutigen Nigeria.

Quelle: UD/fo
 

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