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Teilen statt Kaufen - der neue Trend zur Share Economy zoom

26.09.2014

Teilen statt Kaufen - der neue Trend zur Share Economy

Viele Dinge kauft man sich und benötigt sie dennoch selten: Stichsäge, festliche Kleidung oder für Großstädter auch das Auto. Ist es nicht viel sinnvoller, diese Dinge miteinander zu teilen, anstatt sie zu besitzen? Dank der digitalen Technik eröffnen sich neue Möglichkeiten des Teilens. Auf den ersten Blick ein sinnvoller Ansatz, doch oft hilft ein zweiter Blick auf die Anbieter, um ihre wahren Intentionen zu entdecken.

Dieses Luxusproblem kennen viele in unserer Gesellschaft: Von einer Party ist viel zu Essen übrig geblieben oder kurz vor dem Urlaub ist der Kühlschrank noch voll. Die meisten haben Skrupel, Essen wegzuwerfen, doch wohin damit? Websites wie Foodsharing.de schaffen Abhilfe: Mithilfe einer Suchmaske finden Interessierte die verfügbaren Lebensmittel in der Umgebung und holen sie kostenfrei ab. Bevor Essen verdirbt, kann es von anderen konsumiert werden - frei von finanziellen Interessen und im Sinne der Nachhaltigkeit.

Einen ähnlich nachhaltigen Ansatz verfolgen auch die Websites Fairleihen.de oder Freecycle.org. Auf beiden Plattformen kann man Dinge, die man nicht so häufig gebraucht oder nicht mehr haben möchte, weitergeben. Auch hier werden keine Gebühren erhoben und die Dinge, die ansonsten weggeworfen würden, finden einen neuen Besitzer. Das Online-Magazin Sparwelt.de hat weitere Beispiele für Share Economy zusammengetragen.

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Share Economy - Profit in der Grauzone

Einige Anbieter bewegen sich jedoch in einem Graubereich der Legalität und die hehren Ziele der Nachhaltigkeit wirken wie der Mittel zum Zweck - eigentlich geht es um Profit. Unternehmen wie Airbnb oder Wimdu sind für Mieter interessant, die ihre Wohnung nicht dauerhaft nutzen und sie gelegentlich untervermieten wollen. Dass in diesem Fall das Einverständnis des Vermieters nötig ist und auch Steuern abgeführt werden müssten, wurde nicht direkt kommuniziert.

Bei Uber ist es ähnlich. Hinter dem Fahrvermittlungsdienst stehen Geldgeber wie Goldman Sachs und Google, die ein Interesse an Profit haben und nicht unbedingt an Nachhaltigkeit. Dass unter dem Deckmantel der Gelegenheit Fahrdienste angeboten werden, ärgert viele Taxifahrer. Eine einstweilige Verfügung wegen unlauteren Wettbewerbs, die gegen den kalifornischen Anbieter erwirkt wurde, ist nun aufgehoben worden - zumindest vorerst.

Grundsätzlich ist das Teilen besser als neu Kaufen, dies ist auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Es gibt jedoch einen schmalen Grat, auf den solche Unternehmen achten sollten. Stehen hinter den hehren Zielen Profitgier, muss man als Konsument gut überlegen, ob man diesen Dienst nutzen möchte.

 
Quelle: UD/cp

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