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07.05.2015

Deutsche Wirtschaft setzt auf Nachhaltigkeits-Standards im Ausland

Deutsche Unternehmen legen auch in ihren Auslandsniederlassungen Wert auf Nachhaltigkeitsstandards. Diese übertreffen in vielen Fällen die dortige lokale Praxis und führen zu einer Verbesserung ökonomischer, ökologischer und sozialer Standards und Vorgehensweisen. Zu diesem Ergebnis kommt die von econsense in Auftrag gegebene Studie „Nachhaltigkeit durch Präsenz. Beiträge deutscher Unternehmen zur nachhaltigen Entwicklung an internationalen Standorten“ der Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH.

In der econsense-Studie, die jetzt im Rahmen der econsense-Veranstaltung „Berliner Forum. Globale Wert(e)schöpfung – Unternehmerische Verantwortung weltweit“ im Haus der deutschen Wirtschaft in Berlin vorgestellt wurde, wurden deutsche Unternehmen um eine Selbsteinschätzung gebeten. Demnach nehmen 84,8 Prozent ihre ökologischen Standards an ihre Niederlassungen mit, bei 81,0 Prozent kommen die gleichen sozialen Standards für Mitarbeiter im In- und Ausland zur Anwendung.

Nachhaltigkeitsengagement langfristig angelegt

Die Studie zeigt unter anderem auf, dass das Nachhaltigkeitsengagement der befragten Unternehmen langfristig angelegt ist: 62,3 Prozent sind bereits zehn und mehr Jahre im Gastland vertreten und nahezu alle Unternehmen planen eine dauerhafte Präsenz. Die Langfristperspektive wird auch aus den Studienergebnissen zur Mitarbeiterqualifikation ersichtlich: Nahezu zwei Drittel der befragten Unternehmen (65,2 Prozent) haben eigens ein unternehmenseigenes Fortbildungssystem im Gastland aufgebaut und nehmen so die Qualifikation ihrer Facharbeiter selbst in die Hand, um das hohe Niveau der in Deutschland erzielten Abschlüsse zu erreichen.

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Ulrich Grillo, Sprecher des econsense-Kuratoriums und Präsident des BDI, verlangt: “Wirtschaft muss Haltung einnehmen. Das aktive Eintreten für eine Art von Wirtschaften, das ethischen, moralischen und international vereinbarten Standards entspricht, ist selbstverständlich. Deutsche Unternehmen sind nicht trotz ihres gesellschaftlichen Engagements sowie ihrer hohen ökologischen und sozialen Standards erfolgreich, sondern gerade deswegen. Mit ihren Export- und Auslandsdirektinvestitionen nehmen deutsche Unternehmen Einfluss auf viele Regionen der Welt. Sie sollten diesen Einfluss zum Wohle der Gemeinschaft nutzen.“

Dr. Wolfgang Große Entrup, Vorsitzender des Vorstands von econsense, betont: „Unsere unternehmerische Verantwortung macht nicht vor Ländergrenzen halt. Unsere Standards zur Nachhaltigkeit sind nicht auf das Inland begrenzt. Wir wollen diese auch bei unseren Niederlassungen im Ausland zur Anwendung bringen. Erfreulicherweise macht die Implementierung große Fortschritte. So können wir einen Beitrag zur Aufwertung lokaler Infrastruktur und Verbesserung der Lebensumstände leisten.“

In Anwesenheit von Bundespräsident a.D. Professor Horst Köhler und hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft stellte Dr. Große Entrup ein 5-Punkte-Programm für ein „werteorientiertes internationales Wirtschaften“ vor. Die Eckpunkte umfassen unter anderem die Intensivierung der öffentlichen Debatte über die Rolle von Unternehmen in globalen Märkten, den Austausch mit Zulieferern über gemeinsame Nachhaltigkeitsstandards und die Einbeziehung des Mittelstands in die Nachhaltigkeits-Aktivitäten von econsense.

Zugleich kündigte econsense an, die Ergebnisse zum Anlass eines vertieften Dialogs mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu nehmen: „Wir verstehen die Studie als eine erste Landvermessung vor dem Hintergrund der Post-2015-Agenda der Vereinten Nationen und des G7-Gipfels unter deutscher Präsidentschaft“, so Große Entrup.

 
Quelle: UD/pm

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