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Ökostrom und faire Lebensmittel – In McDonald’s Restaurants wird umgedacht zoom

08.10.2014

Ökostrom und faire Lebensmittel – In McDonald’s Restaurants wird umgedacht

Energiewende bei McDonald’s: Die Restaurants in Deutschland werden seit Jahresbeginn zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt. Damit hat das Unternehmen einen Meilenstein in der energetischen Optimierung erreicht, erklärt Holger Beeck, Vorstandsvorsitzender McDonald’s Deutschland. Der größte Gastronomie-Arbeitgeber der Bundesrepublik verringert auf diese Weise seinen Kohlendioxidausstoß im Vergleich zum Vorjahr um 80.000 Tonnen. Um die Umwelt noch stärker als bislang zu schonen, hat das Unternehmen zudem Verpackungsmaterialien weiterentwickelt, Recyclingquoten erhöht und die nachhaltige Beschaffung von Lebensmitteln forciert, wie aus dem neuen Nachhaltigkeitsbericht hervorgeht. Dazu gehört auch unter anderem, in den nächsten Jahren die nachhaltige Erzeugung von Fleisch deutlich zu stärken.

Nachdem McDonald's 2013 den Ökoanteil beim Strom bereits auf 75 Prozent erhöht hatte, gelang nun zu Jahresbeginn die 100-prozentige Umstellung, allerdings mit der Ausnahme, dass im Fall von 37 Restaurants, die in Einkaufszentren liegen, die Versorgung noch über die jeweiligen Betreiber und damit konventionell erfolgt. In Zukunft will sich das Unternehmen vor allem der weiteren Reduzierung des Energieverbrauchs in den 1.468 deutschen Restaurants widmen.

Im Vergleich der Jahre 2012 und 2013 ist es bereits gelungen, die Mengen um vier Prozent zu drosseln. Bis 2020 sollen 500 „in die Jahre gekommene“ Betriebe durch innovative Küchen- und Gebäudetechnik energetisch weiter nach vorne gebracht und die Energieeffizienz in den firmeneigenen Niederlassungen um 20 Prozent gesteigert werden. Bei neu eröffneten Restaurants (40 waren es im vergangenen Jahr) liegt der Verbrauch ohnehin um 30 Prozent niedriger als bei vergleichbaren Standorten.

Die Energieeinsparungen sind ein wesentlicher Teil des Programms von McDonald’s zum Themenfeld „Planet". Entlang der Wertschöpfungskette hat der weltweit agierende Konzern vier weitere Überschriften solcher Art herausgearbeitet: „Lieferkette“, „Essen“, „Mitarbeiter“ und „Gesellschaft“.

Corporate Responsibility Report 2013 von McDonald´s Deutschland

Auf Verbraucherfragen reagiert

Die Lebensmittel bezieht McDonald's zum überwiegenden Teil direkt aus Deutschland oder aber aus den EU-Staaten. So stammten 2013 rund 90 Prozent des verarbeiteten Rindfleischs aus den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Hähnchenfleisch kam zu 20 Prozent aus Deutschland und zu 58 Prozent aus anderen europäischen Ländern. Ähnlich verhielt es sich beim Gemüse: 28 Prozent Bundesrepublik, 68 Prozent europäisches Ausland. Da die Lebensmittelerzeugung Gegenstand kritischer Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit war, hat das Unternehmen auf die Verunsicherungen unter den Verbrauchern reagiert:

  • Nachdem Gewerkschaften öffentlich die Vertragssituationen in Schlacht- und Zerlegebetrieben bemängelt hatten, werden alle Werkvertragsnehmer der Lieferanten dahingehend überprüft, ob sie internationale Arbeitsregeln (Bezahlung, Arbeitsplatzsicherheit) einhalten.
  • Gemeinsam mit ausgewählten Lieferanten und unter wissenschaftlicher Begleitung des Lehrstuhls für Tierschutz und Tierhaltung der Ludwig-Maximilian-Universität München hat McDonald’s das „Best Chicken-Programm“ gestartet. Es soll die Haltungsbedingungen in der Hühneraufzucht verbessern. Die erarbeiteten Richtlinien werden bereits in drei Pilotställen umgesetzt. Ohnehin hat das Unternehmen für die bestehenden Lieferbetriebe Standards festgelegt, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen, unter anderem gehört mindestens ein international anerkanntes Zertifikat wie GAP (Gute Agrarpraxis) dazu.
  • Mit dem Programm „Beef" (Bündnis für Exzellenz, Sicherheit und Transparenz) kümmert sich McDonald's um die Verbesserung des Tierwohls und der Tiergesundheit. Beispielsweise wird bei der Haltung darauf geachtet, dass sich die Rinder in einem Laufstall frei und mindestens drei Monate auf der Weide bewegen können. Im April hat eine weitere Optimierung begonnen, die zusätzliche Hygienestandards und Haltungsvorschriften enthält. An dem mehrstufigen Verfahren waren im ersten Quartal 2014 rund 1.200 landwirtschaftliche Betriebe aus Bayern und im zweiten Quartal auch Höfe außerhalb des Freistaats beteiligt. Die nachhaltige Rindfleischerzeugung zu fördern, gehört zu den Zielen der kommenden Jahre.

Um die Sicherheit und die Qualität der Lebensmittel zu garantieren, setzt McDonald’s auf ein umfangreiches System aus angekündigten und nicht angekündigten Kontrollen. Jeden Monat wird jedes Restaurant zwei Mal von einem verdeckten Tester aufgesucht. Die Zahl der angemeldeten Besuche lag im vergangenen Jahr bei 729. Darüber hinaus haben die lokalen Aufsichtsbehörden die Restaurants geprüft. 260 Besuche waren es 2013 insgesamt.

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Fokus auf ausgewogene Ernährung

Beim Essensangebot sieht sich McDonald’s der Herausforderung ausgesetzt, dass ernährungsbedingte Krankheiten wie Adipositas oder Bluthochdruck zunehmen. Im Zuge der Gesundheitsprävention, die die Weltgesundheitsorganisation und europäische Institutionen einfordern, hat sich McDonald’s im Rahmen der Clinton Global Initiative verpflichtet, mehr frisches Obst und Gemüse und den Familien mehr Wahlmöglichkeiten anzubieten. Bis 2020 will das Unternehmen in einem Teil der Märkte den Verkauf dieser Frischwaren verdoppelt haben.

Ein besonderes Augenmerk möchte das größte Unternehmen der Systemgastronomie darauf legen, die Kunden besser über ausgewogene Ernährung zu informieren. Auf der am 1. Juli 2013 eingerichteten Online-Dialogplattform waren bis zum Redaktionsschluss des Berichtes Ende Mai bereits 17.333 Fragen eingegangen. Die Herkunft der Waren, die Zusammensetzung der Lebensmittel und Ernährungsweisen (zum Beispiel: glutenfrei, vegetarisch) standen im Mittelpunkt des Interesses. Apropos: Im vergangenen Jahr hat McDonald’s nach vorheriger Aktion in den sozialen Medien erstmals einen vegetarischen Burger angeboten. Zur Nachhaltigkeit hat das Unternehmen eine eigene App entwickelt, die sich unter anderem mit Ökostrom und Recycling befasst, und bis Ende des Jahres bereits 30.000 Mal heruntergeladen wurde.

„Saubere Nachbarschaft“

Eine Daueraufgabe besteht für das Unternehmen darin, gegen das Littering, das achtlose Wegwerfen von Müll, vorzugehen. In diesem Frühjahr startete eine neue nationale Kampagne und McDonald’s hat eine „Charta für saubere Nachbarschaft“ verabschiedet, um zu verdeutlichen, dass es das Unternehmen mit seiner Absicht, den Abfall zu verringern, auch wirklich ernst meint.

Um die Ressourcen noch mehr zu schonen, hat sich McDonald’s nicht nur ehrgeizige Ziele für die Qualität der Lebensmittel gesetzt, sondern auch für die Serviceverpackungen. Bis 2020 sollen nur noch solche Materialien zum Einsatz kommen, die vollständig aus zertifizierten oder aus recycelten Quellen stammen. Im vergangenen Jahr lag der Anteil nachwachsender Rohstoffe an den Verpackungen bei 89 Prozent, seit April 2013 enthalten Heißgetränkebecher zu 40 Prozent Recyclingmaterial und die Tüten zum Außer-Haus-Verkauf bestehen ohnehin gänzlich aus erneuerbaren Stoffen.

Hier gelangen Sie zum vollständigen Nachhaltigkeitsbericht.

Die Wünsche der Jugend

Jugendliche in Deutschland blicken mit Optimismus in ihre berufliche Zukunft. Das ist eines der wichtigen Resultate der Ausbildungsstudie, die McDonald’s beim Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) in Auftrag gegeben hatte. Unter Beratung des Jugendforschers Professor Dr. Klaus Hurrelmann wurden im Mai und Juni 2013 Interviews mit jungen Menschen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren geführt. Die Ergebnisse wurden im September 2013 vorgestellt.

Doch bei aller positiven Einstellung ist die junge Generation doch auch sehr auf Sicherheit bedacht, erläuterte Professorin Dr. Renate Köcher vom IfD. 81 Prozent der Jugendlichen gaben zu verstehen, dass sie in einer „guten wirtschaftlichen Situation leben“ und auf eine ebenso gute berufliche Zukunft setzen. Die Aufstiegschancen sind hingegen sehr schichtgebunden. 70 Prozent der Jugendlichen mit hohem gesellschaftlich-wirtschaftlichen Status bewerten die Möglichkeit äußerst positiv, 53 Prozent der unteren Sozialschichten zeigten sich eher skeptisch. Hurrelmann leitet daraus die Forderung ab, dass man in Deutschland mehr wirkungsvolle Modelle zur Berufsorientierung und -vorbereitung benötige. Berufliche Perspektiven sind laut der Umfrage keine Frage eines möglichen Migrationshintergrundes, sondern der Schichtzugehörigkeit.

58 Prozent der Jugendlichen sehen ein Defizit bei den Möglichkeiten, sich über Berufe hinreichend zu informieren. Als überraschendes Ergebnis weist die Studie auf, dass trotz aller sozialen Netzwerke 83 Prozent der Jugendlichen die Eltern befragen, wenn sie etwas über die Arbeitswelt wissen wollen und 44 Prozent in ihnen auch die hilfreichsten Gesprächspartner sehen.

Um die Attraktivität als Arbeitgeber besonders auch für Jugendliche zu unterstreichen, setzt McDonald’s auf Internetangebote, zu denen eine Ausbildungsplattform gehört, über die innerhalb von 13 Monaten rund 2.000 Bewerbungen eingingen. In den Schulungen für das bestehende Personal, zu dem 2013 insgesamt 60.946 Mitarbeiter gehörten, einschließlich Franchisenehmer, hat McDonald’s eine Neuerung eingeführt und Nachhaltigkeitsthemen in das Managementprogramm aufgenommen.

 
Quelle: UD

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