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02.03.2016

VAUDE erhält DNWE Preis für Unternehmensethik

Outdoor-Ausrüster VAUDE aus Tettnang wurde vom Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE) mit dem diesjährigen DNWE Preis für Unternehmensethik ausgezeichnet. Ende Februar nahm Dr. Antje von Dewitz, VAUDE Geschäftsführerin, die Auszeichnung im Rahmen der feierlichen Preisverleihung an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach entgegen. Das Unternehmen erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis für seine vielfältigen Initiativen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Geschäftstätigkeit. „VAUDE zeigt, dass nachhaltiges Engagement nicht im Gegensatz zu wirtschaftlichem Erfolg steht, sondern ihn im Gegenteil auch beflügelt“, so die Begründung der DNWE-Jury.

Prof. Dr. Monika Eigenstetter, Hochschule Niederrhein, hält eine Laudatio für VAUDE.
Prof. Dr. Monika Eigenstetter, Hochschule Niederrhein, hält eine Laudatio für VAUDE.

Das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik verleiht den Preis für Unternehmensethik alle zwei Jahre an Unternehmen oder andere Organisationen, die ihre Geschäftspolitik und -kultur so organisieren und ausrichten, dass ethisches Verhalten und Handeln in Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig gefördert werden.

„Wir möchten uns als Unternehmen nicht nur an ökonomischen Kennzahlen, sondern auch an Werten orientieren und ganzheitlich unternehmerische Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen. Wir gehen diesen Weg konsequent, auch wenn er mit höheren Kosten und Anstrengungen verbunden ist. Der DNWE Preis ist eine tolle Anerkennung dafür, über die wir uns sehr freuen“, so Dr. Antje von Dewitz.

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Das Preisgeld soll sowohl den Mitarbeitern als auch dem Gemeinwohl zu Gute kommen. Einen Teil davon investiert VAUDE in die Ausstattung des betrieblichen Gesundheitsmanagements, das Sport-, Outdoor- und Yogakurse sowie Vorträge etc. umfasst, an denen alle VAUDE Mitarbeiter kostenlos teilnehmen können. Den anderen Teil stellt VAUDE dem intern gegründeten Flüchtlingskreis zur Verfügung, der vom Unternehmen ressourcenmäßig und organisatorisch unterstützt wird. Dabei engagieren sich über 30 VAUDE Mitarbeiter für Integrationsprojekte, die auf diese Weise finanziell unterstützt werden sollen.

Jury-Begründung

„VAUDE hat sich zu einem Modell für mittelständische Unternehmen entwickelt, wie erfolgreiche Integration hoher ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Standards in die Geschäftsprozesse gelingen kann. Praktisch zeigt sich das beispielsweise in einem auf Langlebigkeit und Reparaturfreundlichkeit ausgerichteten Produktdesign und der Suche nach alternativen Rohstoffen“, begründet der Vorsitzende des DNWE Prof. Dr. Josef Wieland die Preisvergabe. Für die Preisjury ergänzt deren Vorsitzender Prof. Dr. Michael Aßländer, „dass die ausgeprägte Werteorientierung, mit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch Kunden und Zulieferer auf die gemeinsamen Ziele verpflichtet werden, besonders beeindruckt hat.“

Dr. Antje von Dewitz nimmt die Auszeichnung für VAUDE mit dem DNWE Preis für Unternehmensethik entgegen.
Dr. Antje von Dewitz nimmt die Auszeichnung für VAUDE mit dem DNWE Preis für Unternehmensethik entgegen.

VAUDE Nachhaltigkeitsstrategie: „Der grüne Faden“

VAUDE verfolgt eine ganzhaltige Nachhaltigkeitsstrategie, die sich wie ein „grüner Faden“ durch alle Bereiche des Unternehmens zieht. „Uns ist es wichtig, ein Gleichgewicht aus ökologischer, sozialer und ökonomischer Verantwortung herzustellen“, so Dr. Antje von Dewitz. „Unsere Werte setzen wir überall um, in der Produktentwicklung genauso wie in der Logistik oder im Personalwesen. Der damit verbundene Aufwand ist enorm. Doch wir sind überzeugt davon, dass es sinnvoll ist und sich langfristig lohnt.“ Mit seiner Umsatzentwicklung, die seit Jahren über dem Branchenschnitt liegt, bekräftigt VAUDE, dass Nachhaltigkeit auch ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor sein kann.

Preis für Unternehmensethik des DNWE

Die Auszeichnung stellt entwicklungspolitische Aktivitäten in den Vordergrund, wie sie beispielsweise in den Kriterien des UN Global Compact oder den OECD Leitlinien formuliert werden. Als weitere Prüfkriterien gelten Prozesshaftigkeit und Nachhaltigkeit, die sich in Projekten oder der Geschäftspolitik des Unternehmens manifestieren. Für den Preis kann man sich nicht bewerben, das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik entscheidet über die Nominierung und den Gewinner des Preises. Preisträger der vergangenen Jahre waren namhafte Unternehmen und Organisationen wie Novatis, Faber Castell, Puma, Otto, Ristic oder BSCI.

 
Quelle: UD/pm

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