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09.10.2014

Deutsche Post DHL: Dialog macht den Unternehmenserfolg aus

Der Geschäftserfolg ist nicht mehr allein von der Wertschöpfung für die Anteilseigner abhängig, sondern vom Dialog mit Geschäftspartnern und dem gesellschaftlichen Umfeld: Das geht aus der neuen Studie „Zuhören, Gestalten, Wert schaffen: Erfolgsfaktor Stakeholder“ der Reihe „Delivering Tomorrow“ der Deutschen Post DHL hervor. „Unsere Welt hat in den letzten Jahren an Komplexität und Dynamik gewonnen. In diesem Umfeld können Unternehmen nur dann dauerhaft erfolgreich agieren, wenn sie mit wettbewerbsfähigen Angeboten und zugleich mit verantwortungsvollem Handeln überzeugen“, sagt Frank Appel, Vorstandsvorsitzender Deutsche Post DHL. UmweltDialog stellt die Inhalte der Studie näher vor.

Studie Delivering Tomorrow - Erfolgsfaktor Stakeholder Management

Dass Unternehmen immer stärker daran gemessen werden, wie sie insgesamt über ihre direkten Geschäftspartner hinaus auch andere unterschiedliche Interessengruppen einbeziehen, macht das Ergebnis einer internationalen Meinungsumfrage des Konzerns deutlich, an der 1.230 Meinungsführer aus sechs Nationen beteiligt waren. 87 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass eine Ausrichtung allein auf die Anteilseigner der Vergangenheit angehört und man stattdessen allen Anspruchsgruppen (Stakeholdern) Beachtung schenken sollte. Bemerkenswert ist auch die Quote derer, die nicht abwarten wollen, bis Interessen angemeldet werden: 95 Prozent der Befragten sind der Überzeugung, es sei deutlich vorteilhafter, dass ein Unternehmen selbst die Initiative ergreife.

Der wichtigste Stakeholder ist nach wie vor der Kunde, wie 71 Prozent der Teilnehmer angaben. Unethisches Verhalten oder Verletzung eigener Interessen können dazu führen, dass der Kunde das Unternehmen boykottiert. Machen hingegen Firmen ihre Ziele transparent und stellen sich der Diskussion, können sie laut Umfrage mit dem Wohlwollen der Kundschaft rechnen. Die Unternehmen sollten beachten, dass „externe Stakeholder mehr und mehr Einfluss auf die Reputation einer Marke und die Performance des Unternehmens gewinnen“, sagt Sunil a. Misser, CEO der weltweit tätigen Corporate-Responsibility-Beratungsgesellschaft AccountAbility.

Mehrwert für Gesellschaft und Umwelt schaffen

Auch wenn die Deutsche Post DHL durch Foren, Konferenzen und Arbeitsgruppen bereits im intensiven Austausch mit ihren Stakeholdern steht, hat der Konzern im vergangenen Jahr eine „breit gefächerte Befragung“ durchgeführt. Das Resultat zeigt sehr deutlich, dass vor allem „geschäftskritische Themen auch unter Aspekten der Unternehmensverantwortung als besonders wichtig erachtet“ werden: Dabei handelt es sich um die Bereiche „Arbeitsbedingungen und Menschenrechte“ sowie „Faire Geschäftspraktiken“. Eine solche Erhebung soll künftig regelmäßig wiederholt werden und Eingang in das neue DPDHL-Netzwerk RBP (Responsible Business Practice) finden. Dieses hat die Aufgabe, Impulse von außen aufzunehmen und für die Einhaltung „ethischer Standards und gesellschaftlicher Anforderungen“ zu sorgen.

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Der Stakeholder-Ansatz, den in der Studie der renommierte Fachmann Edward Freeman erläutert, ist allerdings nicht als reiner Selbstzweck von Unternehmen zu verstehen. Vielmehr lassen sich mit der Einbeziehung möglichst vieler Beteiligter und Interessengruppen übergreifende Herausforderungen lösen. Der Autor und Unternehmensberater Mark Kramer, der ebenfalls an der Studie beteiligt ist, hat dies im „Shared-Value-Ansatz“ gemeinsam mit dem Ökonomen Michael Porter erläutert: „Gemeinsame Wertschöpfung fußt vielmehr auf einer Geschäftspolitik, die die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens erhöht und dabei gleichzeitig die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen im Geschäftsumfeld des Unternehmens verbessert.“

Die Idee des „Shared Value“ hat die Deutsche Post DHL aufgegriffen und will „Mehrwert für das Unternehmen und seine Kunden schaffen, von dem auch Gesellschaft und Umwelt profitieren“, erklärt Professor Christof E. Ehrhart, Executive Vice President und Leiter des Zentralbereichs Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung. Doch das sei nicht das einzige der nach außen gerichteten Handlungsfelder. „Corporate Citizenship“, um bei der Lösung globaler Probleme beizutragen, gehöre ebenfalls dazu, womit konkret zwei Konzernprogramme gemeint sind. Einmal handelt es sich um GoHelp, ein Katastrophenmanagement im Schulterschluss mit den Vereinten Nationen an von Naturkatastrophen bedrohten Flughäfen, das andere Mal geht es um GoTeach, eine Initiative zur Verbesserung von Berufs- und Bildungschancen junger Menschen.

Ökologische Meilensteine

Der Wertschöpfungsansatz des Shared-Value kommt beim GoGreenProgramm des Konzerns zum Tragen, das folgende Meilensteine schon erreicht hat oder noch erreichen will: Bis zum Jahr 2020 soll der Kohlendioxidausstoß des Logistikkonzerns um 30 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2007 gesenkt werden. 2013 war die Deutsche Post DHL bereits bei 18 Prozent angelangt. Darüber hinaus hat das Unternehmen umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen entwickelt, die den Kunden zugutekommen. Beispielsweise wurden 2,365 Milliarden Sendungen CO2-neutral versandt, bei den Paketen stieg die Summe von 157 Millionen (2012) auf 175 Millionen (2013). Das eigene Know-how im Bereich nachhaltiger Dienstleistungen nutzt die DPDHL auch, um Lieferketten zu verbessern und für andere Unternehmen, beispielsweise einen führenden Flugzeughersteller, ökofreundliche Lösungen für Transportbedürfnisse zu entwickeln.

Weltpremiere in Bonn

Zur Senkung des Kohlendioxidausstoßes haben auch wesentlich die 11.500 firmeneigenen Fahrzeuge mit umweltfreundlichen Antrieben gesorgt. Zu ihnen gehören die 80 Elektroautos, mit denen im Sommer vergangenen Jahres der Konzern in Bonn ein Pilotvorhaben startete. Wenn bis 2016 noch 60 weitere Wagen hinzukommen, wird erstmals „ein C02-freies Fahrzeugkonzept auf eine ganze Großstadt ausgedehnt“ sein, heißt es in der Studie. Nun ist das Unternehmen aber nicht nur an einer Antwort auf die Fragen nach Wirtschaftlichkeit und technische Komponenten (Batterieeinsatz, Ladezeiten für Akkus etc.) interessiert. DPDHL möchte auch, gemäß dem Stakeholder-Ansatz, wissen, welche Meinung die Bürger zu dem Modellprojekt haben. Reaktionen beim Aktionstag zur Elektromobilität und damit verbundene Umfrage ergaben ein klares Bild: Die deutliche Mehrheit der Befragten befürwortet diese neue Form der Zustellung. Damit aber noch nicht genug. Die Akzeptanz des Unternehmens steigt derart, dass 80 Prozent der Teilnehmer angaben, aufgrund ihres ökologischen Umschwenkens der Deutschen Post DHL den Vorzug vor anderen Zustellern geben zu wollen.

 
Quelle: UmweltDialog

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